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Länger als 45 Jahren währt unser Widerstand gegen die Atomanlagen in Gorleben. Es war der Plan aus dem Jahr 1977, dort ein „Nuklearen Entsorgungszentrum“ mit einer Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) und einer Brennelementefabrik zu errichten, der die Menschen aufrüttelte. Gleichzeitig erfolgten Tiefbohrungen zur Erkundung des Salzstocks Gorleben- Rambow und der immer noch als "Erkundung" getarnte Bau eines Endlagers, gegen den wir uns wehrten. Die WAA Pläne wurden wegen des großen Widerstands weiter Bevölkerungskreise aufgegeben, aber zwei "Zwischenlager" - eines für hochradioaktive, ein anderes für schwach- und mittelaktive Abfälle - wurden gebaut. Dann rollten immer wieder Atommülltransporte durch die Republik, zehntausende Menschen stellten sich gemeinsam mit uns quer. Bis September 2020 blieb Gorleben auch ein dicker, schwarzer Fleck auf der „weißen Landkarte“ für die bundesweite Suche nach einem Endlagerstandort. Dann wurde der Salzstock wegen lange bekannter geologischer Mängel aus der weiteren Suche ausgeschlossen! Über die Zufälle, Glücks- und Unglücksfälle unserer Arbeit berichtet u.a. Wolfgang Ehmke in seinem Essay-Band "Das Wunder von Gorleben".

Die Arbeit der gemeinnützig anerkannten Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg e.V. (BI) ruhte auf drei Säulen: Öffentlichkeitsarbeit, Juristerei und Protest auf der Straße. Seit mehr als vier Jahrzehnten wehren wir uns als soziale Bewegung argumentativ und fantasievoll gegen eine verfehlte Energiepolitik, gegen Kohle und Atom und wir treten vehement für die Energiewende und den Klimaschutz ein.

Gorleben ist weltweit ein Synonym für Gegenwehr und die entschlossene Einforderung demokratisch verbriefter Rechte. Der Widerstand gegen Gorleben hat Geschichte geschrieben. Geblieben sind nach dem Atomausstieg am April 2023 die Abfälle. In Gorleben lagern schwach- und mittelaktive Abfälle in einer Halle. Deren Genehmigung ist unbefristet! Daneben in der Zwischenlagerhalle stehen über 113 Castoren mit hochradioaktivem Abfall. Die Genehmigung läuft 2034 aus, die zuständige Firma, die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) bereitet eine Fortsetzung der Lagerung für weitere 80 bis 100 Jahre vor. Die Zwischenlager mutieren zu Langzeitlagern.

Das Kapitel Atommüll ist also noch nicht vorbei, denn allerfrühestens 2050 wird der Standort für eine tiefengeologische Deponie feststehen. Und da der Schacht KONRAD, ein ausgedientes Erzbergwerk, als Deponie für schwach - und mittelaktive Abfälle wahrscheinlich - und hoffentlich!- nicht in Frage kommt, fordern wir jetzt ein einheitliches Suchverfahren für die Endlagerung aller radioaktiven Abfälle. Bis dahin müssen die Zwischenlager so ausgelegt werden, dass sie auch gegen Beschuss, Flugzeugabsturz und Drohnen etc, gesichert sind.

Das BI-Büro

Unser Büro ist seit 1978 in Lüchow. Erst in der Drawehnerstraße 3, heute in der Rosenstraße 20. Der Umzug in größere Räume war nötig. Denn auch wenn in der heutigen Zeit viel über Computer abgewickelt wird, haben sich in den Jahrzehnten Aktenberge angesammelt, Aktionsmaterial vervielfacht.

Alleine hunderte verschiedene Plakate sind in den letzten 40 Jahren produziert worden und lagern mittlerweile im benachbarten Gorleben Archiv.

Im jetzigen Büro haben wir mehr Platz, können das Warenangebot und das Informationsmaterial besser präsentieren, haben einen Raum für Besprechungen und Arbeitsflächen.

Mehrere ehrenamtliche oder festangestellte Mitarbeiter sind im Büro tätig um Anfragen zu beantworten, Netzwerke aufrecht zu erhalten oder Aktionen, Demonstrationen und Kampagnen vorzubereiten.

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag, 9.00 - 16.00 Uhr

Kontakt

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20, 29439 Lüchow
Tel. 05841-4684
FAX: 05841-3197

Mailadresse: buero[ätt]bi-luechow-dannenberg.de
Unseren PGP-Schlüssel hier runterladen.



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    BI-Vorstand 2023, von links: Martin Donat (Vorsitz), Klaus Longmuss (Beirat), Elisabeth Hafner-Reckers (Stlv. Vorsitz), Wolfgang Ehmke (Pressesprecher), Roland Kruse-Kraft (Kasse), Jutta von dem Bussche (Beirat).

    DER VORSTAND

    Der Vorstand arbeitet auschließlich ehrenamtlich, wie auch viele weitere Menschen, die der BI tatkräftig oder beratend zur Seite stehen.

    Alle zwei Wochen findet eine Vorstandssitzung statt, die nach vorheriger Anmeldung gerne besucht werden darf. Sehr gerne integriert der Vorstand Vorschläge oder Kritik in seine Arbeit. Die anfallenden Aufgaben für die Bürgerinitiative sind vielschichtig und immer mit direktem Kontakt zu den Mitmenschen verknüpft. Ob Veranstaltungsplanung und Durchführung, Öffentlichkeitsarbeit oder strategische Auseinandersetzung mit dem politischen Zeitgeschehen.

    Roland Kruse-Kraft ist zum 30.6.24 als Kassenwart zurückgetreten. Kommissarisch übernimmt Martin Donat das Amt ab 5. Juli 2024. Dafür neu im BI-Vorstand ist Elke Schrage, wir sind also komplett, aber natürlich suchen wir eine/n neu/en Kassenwart/in. Eine Berufung kann laut Satzung auch ohne Wahl durch die Mitgliederversammlung erfolgen. Ohnehin gilt: Wer sich für eine aktive Mitarbeit im Vorstand der Bürgerinitiative interessiert, sollte nicht scheuen, Kontakt mit dem Büro aufzunehmen.

    STRUKTUR

    Die BI ist eine reine Mitgliederinitiative mit zur Zeit über 1.000 Mitgliedern. Einmal im Jahr wird von den Mitgliedern ein neuer Vorstand gewählt, der aus mindestens 5 und höchstens 10 Mitgliedern besteht.

    Wesentlichster Garant für die beständige Arbeit über so viele Jahre hinweg, für das „Mehrgenerationenprojekt Gorleben“, ist und bleibt das Engagement hunderter Menschen im Umfeld des BI-Vorstands.

    Mitgliederversammlung BI September 2020

    BI-MITGLIEDSCHAFT

    Die Bürgerinitiative lebt seit mehr als 40 Jahren vom Engagement unzähliger Menschen, die sich in ihrer Freizeit – und manchmal weit darüber hinaus – dem Widerstand gegen die Atomanlagen in Gorleben, Castortransporte und den Fortbestand der Atomenergie in Deutschland und aller Welt widmen. Finanziell getragen werden Aktionen, Organisation, Planung oder Infomaterial hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

    Damit die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahrzehnte auch künftig und vor allem langfristig fortgesetzt werden kann, sucht die BI weitere Mitglieder, die sich aktiv und / oder finanziell einbringen möchten.

    Mitglieder des Vereins erhalten neben aktuellen Informationen kostenlos auch die "Gorleben Rundschau" und werden zu den jährlichen Mitgliederversammlungen eingeladen (ausgenommen: Förderer). Dort wird u.a. der Vorstand gewählt.

    Der Vereinsbeitrag beläuft sich auf:

    • für ordentliche Mitglieder: 50,00 Euro / Jahr,
    • für Auszubildende, Schüler, Studenten, Arbeitslose und Rentner: 15,00 Euro / Jahr,
    • Familienmitgliedschaften 60,00 Euro / Jahr.
    • Härtefallanträge sind möglich, der Vorstand entscheidet darüber.
    • Auch eine Fördermitgliedschaft zur Unterstützung der BI ist möglich, dabei entfällt aber das Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung. Die Höhe des Förderbetrages beläuft sich auf 50,00 Euro im Jahr.

    Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das BI-Büro: buero@bi-luechow-dannenberg.de, Tel. 05841-4684

    Vereinssatzung

    BI unterstützen - Mitglied werden

      Zur Abbuchung des Beitrags: