Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Schutzmauer um Castor-Halle

Auf Veranlassung des Bundesumweltministeriums wurden die Betreiber der  Zwischenlager in Ahaus und Gorleben im April 2011 aufgefordert, die Castor-Hallen mit einer zusätzlichen Schutzmauer ein zu hausen. Die Mauer soll im Abstand von einigen Metern zum Zwischenlager errichtet werden. Bautechnische Details unterliegen der Geheimhaltung.

Der Auslöser für den Bau einer Schutzmauer liegt bereits viele Jahre zurück: seit dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 gäbe es "neue Täterprofile". Früher war man davon ausgegangen, dass sich Angreifer nicht selbst in Gefahr bringen wollen. Mit Selbstmordattentätern seien aber "neue Szenarien denkbar", hieß es aus Kreisen der Zwischenlager-Betreiber.

Die neue Mauer soll wohl als zusätzliche Barriere ein gewaltsames Eindringen in das Lager erschweren, um der Polizei mehr Zeit zum Eingreifen zu geben. Gegen einen gezielten Flugzeugabsturz allerdings, räumt auch der Betreiber ein, könne die Mauer keinen Schutz bieten. Auf "kriegsähnliche Szenarien" könnten die Sicherungsmaßnahmen nicht ausgelegt werden. Bis heute (Januar 2019) wurde diese Maßnahme nicht umgesetzt.

 

Mauerbau in Ahaus und Gorleben

25. Februar 2013

BI´s bezweifeln Sicherheitsgewinn: Als völlig verspätete Reaktion auf die Ereignisse vom 11. September 2001 soll um die Brennelement-Zwischenlager in Ahaus und Gorleben eine 10m hohe Mauer errichtet werden. Die Bürgerinitiativen in Ahaus und Gorleben sehen darin „puren Aktionismus“.

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