Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

PKA endlich stilllegen!

Geht es um die Endlagersuche, dann spielt die nukleare Infrastruktur in Gorleben eine gewichtige Rolle. Das ist einer der Gründe, warum die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sich hartnäckig für den Widerruf der Genehmigung der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) Gorleben einsetzt.

Die PKA ist hauptsächlich dafür ausgelegt und gebaut worden, um am Standort Gorleben Brennelemente aus (kleinen) IIa Castoren oder NT11 Behältern (5 bzw. 7 BE) in große Behälter zur weiteren Zwischenlagerung umzuladen und um Brennelemente aus Transport- und Lagerbehältern (CASTOR oder andere) zu entnehmen und für die Endlagerung im Salzstock Gorleben zu konditionieren.

Diese Anlage ist das Gelenkstück zwischen Castor-Halle und einer möglichen Endlagerung im Salzstock Gorleben. Auch wenn bestritten wird, dass die nukleare Infrastruktur bei dem angeblichen Neustart der Endlagersuche keine Rollen spielen soll, ist klar, dass die Gorleben-Befürworter anders herum argumentieren werden. Die PKA darf den heißen Betrieb nie aufnehmen. Das Umweltministerium muss die Anlage unter die Lupe nehmen und die Betriebserlaubnis aufkündigen.

Das StandAG sieht hingegen ein völlig neues Suchverfahren vor, in dem angeblich

  • das Wirtsgestein,
  • der Standort
  • und die Einlagerungsbedingungen (rückholbar oder nicht etc.)

noch gar nicht feststehen, so dass die PKA in ihrer jetzigen Bauart

  • an dem Standort Gorleben überhaupt keinen Sinn macht,
  • die Endlagerungsbedingungen für den später ausgewählten Standort (Salz, Ton, Kristallin) zu ganz anderen Einlagerungstechnologien und Ausgestaltungen der Abfallgebinde führen können.
  • Es gibt heute schon neue Konzepte, für die die PKA nicht ausgerüstet ist.

Die Castoren sind heute sämtlich größer als bei Auslegung und Konzeption der Anlage gedacht (es gibt u.a. zu kleine Pufferlager), die Anlage entspricht nicht mehr Stand von Wissenschaft und Technik.

5.000 Unterschriften gegen die PKA

Nahezu 5000 Unterschriften eingepackt in ein Papp-Modell der Pilot-Konditionierungslage (PKA) nahm im Dezember 2013 in Hannover der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) von einer fünfköpfigen Delegation der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) entgegen. Ziel der Aktion sei es, dass diese „vergessene“ Atomanlage vom niedersächsischen Umweltministerium (NMU) unter die Lupe genommen wird.