Einladung zur 5. Atommüllkonferenz

Inhaltliche Schwerpunkte der 5. Atommüllkonferenz sind die Rückstellungen der AKW-Betreiber und die Ewigkeitslasten der Atomenergie und die Uran-Müll Altlasten in Thüringen und Sachsen.

Die Online-Version der Bestandsaufnahme Atommüll geht in Betrieb und Klaus Brunsmeier, der für den BUND einen der Umwelt-Stühle in der Kommission hochradioaktive Abfälle des Bundestages besetzt hat, stellt sich der Diskussion. Die Atommüllkonferenz im Herbst 2013 hatte der Kommission eine klare Absage erteilt.

  • Samstag, 30. August 2014
    11.00 – 17.00 Uhr
    Volkshochschule Kassel
    Wilhelmshöher Allee 19-21,
    34117 Kassel

Programm

11.00 – 12.00 Uhr Eröffnungsplenum

Begrüßung – Anmerkungen zur Entwicklung seit der letzten Konferenz – Peter Dickel
Bestandsaufnahme Atommüll geht online – Ursula Schönberger stellt Funktionalität und Arbeitsweise der neuen Online-Plattform vor
Fallbeispiel: Uranmüll in Thüringen und Sachsen – Frank Lange, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg

12.00 – 13.30 Uhr Fachdiskussionen

Die Ewigkeitskosten der Atomenergie: Nach jahrzehntelangen satten Gewinnen wollen die Atomkonzerne ihre Atomkraftwerke und damit auch die finanziellen Lasten an den Staat loswerden. Von „Bad Bank“ oder einer Stiftung ist die Rede. Worin unterscheidet sich der Vorschlag von der Forderung der Anti-AKW-Bewegung, die Entsorgungsrückstellungen in eine Stiftung zu überführen? Mit welchen Folgekosten der Atomenergie muss gerechnet werden? Wie sieht die finanzielle Situation der Betreiber aus? Wie kann sichergestellt werden, dass die Verursacher der „Ewigkeitskosten“ der Atomenergie von diesen auch in Jahrzehnten noch getragen werden? .
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Irrek, Hochschule Ruhr West

Fallbeispiel: Uranmüll in Thüringen und Sachsen: Nach der Erarbeitung der Bestandsaufnahme Atommüll setzen wir die Befassung mit exemplarischen Standorten und Problembereiche fort. Die Vorgänge um die Sanierung der Wismut-Standorte zeigen, wie mit Atommüll umgegangen wird, sobald er zur historischen Altlast erklärt werden kann. Die Wismut mit ihren Standorten in Thüringen und Sachsen war über viele Jahre hinweg der drittgrößte Uranproduzent der Welt. Die strahlenden Hinterlassenschaften werden heute – wenn überhaupt – nach Strahlenschutzrecht der DDR saniert. Viel zu lange haben sich Anti-AKW-Bewegung und Öffentlichkeit zu wenig mit den immensen Problemen befasst.
Referenten: Frank Lange / Dieter Barth, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg

13.30 – 14.30 Uhr Mittagspause

14.30 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen

AG 1: Abschaltung – Stilllegung – Abriss
Thema: Bestätigung des Positionspapiers, AKW-Folgekosten, Niedrigstrahlung und Grenzwerte
Moderation: Henning Garbers, Braunschweig
Input-Referat: Gefahren ionisierender Strahlung, N.N.

AG 2: Gesellschaftliche Auseinandersersetzung um Atommüll
Thema: BUND in der Bundestagskommission hochradioaktiver Atommüll
Moderation: Martin Donat, BI Lüchow-Dannenberg
Input: Klaus Brunsmeier, BUND

AG 3: Bestandsaufnahme Atommüll
Thema: Bestandsaufnahme Atommüll und Atommuellreport.de – Weitere Arbeit
Moderation: Ursula Schönberger, Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD
Input: Redaktionsgruppe, Standorte

16.00 – 17.00 Uhr Abschlussplenum

Berichte aus Workshops und Arbeitsgruppen
Atommüll-Alarm im Herbst 2014
Ausblick, Ankündigungen, Absprachen

Anmeldung
Wir bitten alle Interessierten, sich möglichst frühzeitig unter anmeldung@atommuellkonferenz.de anzumelden, um mögl. schon im Vorfeld der Konferenz Interessen abzustimmen.

Tagungsbeitrag
Zur Finanzierung der Veranstaltung bitten wir alle TeilnehmerInnen um einen Unkostenbeitrag von 25,-€, Organisationen und Verbände um 200,-€ oder nach Absprache.
Überweisung bitte auf
Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67) – Stichwort: AMK

Anreise
Bahn / Tram: Mit der Bahn bis Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Vom Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe fahren im Abstand von ca. 8 Minuten die Straßenbahnen Tram 1 (Richtung Velmar Nord) und Tram 3 (Richtung Wolfsanger) zur Haltestelle Weigelstraße (Fahrzeit 8 Minuten). Von dort etwa 150m Fußweg in Fahrtrichtung befindet sich auf der rechten Seite die Volkshochschule Kassel.

Was wird aus Gorleben?
Kommission am Ende
17.9. – TTIP / CETA
Wir unterstützen
Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kampagnen
Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.