Gorleben: Atommülltransport kurz gestoppt

20161102_152402Am frühen Nachmittag haben Anti-Atom-Aktivist_innen einen Atommülltransport vor den Toren des atomaren Zwischenlagers kurzfristig gestoppt. Anwohner in Küsten hatten den Transport gesichtet und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) informiert, in kurzer Zeit versammelten sich vor dem Tor des Zwischenlagers einige Atomkraftgegner_innen und verstellten mit einem Fahrzeug die Einfahrt.

“Die Aufmerksamkeit hat nicht nachgelassen”, freut sich Kerstin Rudek seitens der BI.

Der Transport konnte schließlich – nach einer kurzen Irrfahrt zur hinteren Einfahrt des Geländes – durch das Haupttor des Zwischenlagers auf das Arreal der Gesellschaft für Nuklearservice gelangen.

Atommülltransporte nach Gorleben sind für die Gorleben-Gegner_innen ein doppeltes Ärgernis: Zum einen hat das niedersächsische Umweltministerium nach dem Fund von angerosteten Fässern ein modernes Überwachungssystem eingefordert, die Betreibergesellschaft GNS weigert sich ab, dieses einzubauen und klagt gegen die Auflagen.

“Die Wenzel-Administration bleibt aber zahnlos, wenn dieser Klage der Gesellschaft für Nuklearservice nicht mit einem Einlagerungsstopp entgegnet wird”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 01

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
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