Ökologische Filmreihe zeigt: Endstation Krasnokamensk
Kurz vor der chinesischen Grenze, tief in der sibirischen Steppe endet die Bahnstrecke. Als hier vor 40 Jahren Geologen Uran fanden, wurde die „geheime Stadt“ Krasnokamensk gegründet. Dieser Ort existierte lange Zeit auf keiner Landkarte. Heute ist dort Asiens größte Uranmine und ein Straflager. Die „Ökologische Filmreihe“ zeigt am 15.04. den Film „Endstation Krasnokamensk“ (87 min, 2013). Anwesend sein wird auch die Filmemacherinnen.
Russlands größte Uranmine und ein Straflager – dafür ist Krasnokamensk im Wesentlichen bekannt. So war uns von Anfang an klar: Wenn wir einen Film über die Stadt machen wollen, dürfen wir vor Ort nicht auffallen. So begaben wir uns zu zweit auf die 8000 Kilometer lange Reise quer durch Sibirien an die chinesisch-mongolische Grenze. Kaum angekommen, wollten wir beim Chefpathologen der Stadt in Erfahrung bringen, wie es um die Strahlenbelastung der Bevölkerung steht. Da wurden wir mitten im Interview von einem Milizionär unterbrochen, der uns mitteilte, dass er vom FSB (dem russischen Sicherheitsdienst) beauftragt wurde, um auf uns “aufzupassen“…
„Verstrahlt, verdammt, verlassen.“ Das war das einhellige Urteil über die Stadt, als sie durch die Verbannung des Oligarchen Chordorkowskij für kurze Zeit in den Focus der Weltpresse gelangte. Der Film ist ein Heimatbesuch: Olga Delane lebte 16 Jahre in Krasnokamensk. Radioaktivität war damals kein Thema. Sie war wie die meisten Bewohner stolz auf ihre schöne neue Stadt. 16 Jahre später besucht sie ihre alte Heimat mit dem Wissen, dass sich hier eine Umweltkatastrophe abspielt. Wie leben und überleben die Menschen, ihre Freunde dort angesichts der Strahlenbelastung? Wo ist ihr Vater, den sie nie kennenlernte, von dem sie aber weiß, dass er – wie fast jeder in der Stadt – im Urankombinat arbeitet? Berührend und zugleich heiter zeigt der Film die schwierige Suche nach der Antwort auf diese Fragen.
- 15.04., 19.30 Uhr im Kinosaal Platenlaase
im Anschluss Gespräch mit den beiden Filmemacherinnen Olga Delane und Marianne Kapfer
Ein Film der „Ökologischen Filmnreihe“, eine gemeinsame Aktion der BI und der Kinogruppe Platenlaase
Kontakt
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20, 29439 Lüchow
Tel. 05841-4684
FAX: 05841-3197
buero[ätt]bi-luechow-dannenberg.de
Öffnungszeiten
Montag-Mittwoch 10.00h - 15.00h
Donnerstag 12.00-18.00h
Freitag & Samstag geschlossen
Unser Spendenkonto
IBAN: DE 24 2585 0110 0044 0607 21
BIC-Nummer: NOLADE21UEL