PRESSEMITTEILUNG
Muslime gestalten Gorlebener Gebet
Uraufführung in Gorleben:
Interreligiöser Dialog im Rahmen des Gorlebener Gebets
Über 1000 Mal folgten Menschen der Einladung der Ökumenischen Initiative Gorlebener Gebet. Am kommenden Sonntag um 14 Uhr wird die Zusammenkunft um eine Facette erweitert, die einer Uraufführung gleichkommt: das Gorlebener Gebet wird von Muslimen gestaltet.
Am Anfang, 1989, waren es 51 Entschlossene, die in einer kleinen Mulde am Mastenweg zwischen Gorleben und Trebel einen Ort geschaffen haben, der zum regelmäßigen Gebet Einladung und Aufruf ist: Bis heute wählen viele Christen das Gebet als ihre Form des friedfertigen Widerstands gegen die Atomkraft und gegen Gorleben als nukleares Endlager.
Was aber heißt „Bewahrung der Schöpfung“ aus Sicht des Korans? Im interreligiösen Dialog möchten sich die Veranstaltungsteilnehmer/innen dieser Frage annähern. „Gorleben ist nicht nur Synonym für den energiepolitischen Irrwitz, der Ausdruck in dem Strahlenmüll findet, es ist auch Ort der Hoffnung auf eine Umkehr und eine außergewöhnliche Form der interkulturellen Verständigung“, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), die nachdrücklich auf den interreligiösen Dialog verweist.
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