PRESSEMITTEILUNG
BI Umweltschutz fordert Flugverbot
Zwischenlager nicht sicher
Nach einem vom Schweriner Innenministerium in Auftrag gegebenen Gutachten ist das atomare Zwischenlager Nord in Lubmin nicht ausreichend geschützt. Wortgemäß heißt es nach einem Bericht des NDR 1 – Radio MV- in dem 27 Seiten umfassenden Papier: „Der erforderliche Schutz gegen Störmaßnahmen und sonstige Einwirkungen Dritter ist nicht gewährleistet.“ Die Atommüll-Behälter seien vor Terroranschlägen und Flugzeugabstürzen nicht sicher. Das Gutachten wird unter Verschluss gehalten. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ist alarmiert: Nahezu baugleich ist das Lager in Gorleben. „Warum schweigt sich der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) zu dieser Frage aus?“ fragt die BI.
Wiederholt hatten die Gorleben-Gegner in der Vergangenheit ein Überflugverbot gefordert, diese Forderungen seien nicht nur in den Wind geschlagen worden, es wurden sogar Überflüge von Kampfflugzeugen der Bundeswehr während der Castor-Proteste gemeldet.
Und damit nicht genug: Laudorf, ein kleiner Ort in Rheinland-Pfalz, ist am Freitag beim Absturz eines US-Kampfjets nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt, berichtet die Mainpost am 3. April. Eine Fairchild-Republic A-10 Thunderbolt II raste führerlos in der Vulkaneifel durch die Gegend, exakt jener Typ, der zuletzt im Dezember 2010 die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld (KKG) bei seiner Übung in Angst und Schrecken versetzte. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wir fordern ein sofortiges Überflugverbot für alle Atomanlagen und eine entsprechende Intervention des niedersächsischen Umweltministers für Gorleben.“
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