PRESSEMITTEILUNG
Kommunalwahlen mit Signalwirkung
BI Umweltschutz:“Klares Votum gegen Gorleben“
Bei der Kreistagswahl im Landkreis Lüchow-Dannenberg hat die CDU einen erdrutschartigen Verlust hinnehmen müssen. Die Christdemokraten büßten 11,6 Prozent der Stimmen ein und kamen auf 3o,6 Prozent. Die Gorleben-Gegner können sich nun auf 24 von 39 Sitzen im Kreisparlament stützen.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), die sich parteipolitisch neutral verhält, sieht in dem Wahlergebnis ein klares Signal:“Die Ampel für weitere Castortransporte und Gorleben als Endlagerstandort ist auf Rot gestellt.“ Es reiche halt nicht, trotz der klaren geologischen Fakten, die gegen Gorleben als Atommüllendlager sprechen und trotz der Aushebelung des Klagerechts nur von neuen „Suchräumen“ zu sprechen, aber an Gorleben festzuhalten, wie es führende Christdemokraten machten. „Das ist nicht nur unpopulär, das ist unverantwortlich und dafür bekamen die Gorleben-Befürworter ihre Quittung“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Das Wahlergebnis im Wendland müsste auch den Ministerpräsidenten David McAllister nachdenklich stimmen, der sich ebenfalls nicht klar gegen Gorleben positioniere.
Auffällig sei, dass sich im Wendland im Unterschied zum Landesdurchschnitt auch deutlich mehr Menschen an den Wahlen beteiligt hatten. „Die Region ist nun auch noch aufgewühlt, weil trotz der Überschreitung von Grenzwerten im Castor-Lager die Aufsichtsbehörde in Hannover auf Durchzug geschaltet hat, so wird es nicht weitergehen können“, prophezeit die BI.
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