PRESSEMITTEILUNG
Neues aus der Trickkiste Gorleben
Das niedersächsische Umweltministerium (NMU) stellt in Aussicht, dass nach dem erneuten Erkundungsstopp in Gorleben seitens des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) keine weiteren Sachstandsberichte zur geowissenschaftlichen Begutachtung des Endlagerprojekts in Gorleben angefertigt würden. Eine entsprechende Mitteilung und die Jahresberichte 2010 und 2011 gingen vor Kurzem an die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), die um Akteneinsicht gebeten hatte.
Die BI dringt schon seit Wochen darauf, dass das Planfeststellungsverfahren aus dem Jahr 1977 zur Errichtung eines Endlagers im Salzstock Gorleben vom Bundesumweltministerium zurückgezogen bzw. seitens des NMU für erledigt erklärt wird.
„Offen ist nicht nur, warum dieser Antrag immer noch nicht vom Tisch ist. Offen ist auch, wie mit den bisherigen Berichten beim angeblichen Neustart der Endlagersuche verfahren wird“, kritisiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Von der Sache her seien die Berichte aufschlussreich, weil sie Laugen- und Gaszutritte und die Konvergenzen dokumentieren, sie dokumentieren aber – neben den Daten aus der vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben – auch einen Erkenntnisvorsprung gegenüber anderen möglichen Endlagerstandorten, was nicht sein sollte. Zumal, so Ehmke, diese Erkenntnisse aus der Trickkiste Gorleben stammen: das Planfeststellungsverfahren wurde nie eröffnet, gleichwohl sammeln die Behörden seit 1977 Daten „im Rahmen“ des Verfahrens, wie es auch offiziell heißt.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 – 510 56 06
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