Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Lüneburger Schlieffenkaserne für Castor 2015 reserviert – BI Umweltschutz fordert Gesetzesänderung

Vorbereitungen für einen Castor-Transport im Jahr 2015 sind offensichtlich längst getroffen worden. Für die Unterbringung von 4000 bis 5000 Bundespolizisten würde die Lüneburger Schlieffenkaserne vorgehalten, sagte der Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Maedge gegenüber dem Radiosender FFN. Die Stadt habe eine zivile Nutzung der Kaserne gewollt, vom Bundesinnenministerium aber unter Verweis auf einen Polizeieinsatz im Jahr 2015 kein grünes Licht dafür erhalten.

Gestern erst hatten Greenpeace und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf eine Lücke im Atomgesetz aufmerksam gemacht. Zielort der fünf Castoren mit verfestigten Dekontaminations- und Spülwässern, die im Jahr 2015 aus La Hague in ein bundesdeutsches Zwischenlager verbracht werden sollen, könnte demnach sehr wohl Gorleben sein, weil sie keine „Spaltproduktlösungen“ enthalten. Offiziell wurde aber behauptet, dass Gorleben als Zielort für Castor-Behälter nicht mehr angefahren werde. Neben den 5 Behältern aus La Hague stehen ab dem Jahr 2016 noch weitere 21 Castor-Behälter aus britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield an. Zwischen Bund und Ländern sollten bis Mitte 2014 geklärt sein, wo diese restlichen Castoren zwischengelagert werden, um Gorleben nicht länger als potentiellen Endlagerstandort zu zementieren.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Diese Gesetzeslücke kann kein Zufall sein und unser Misstrauen in den angeblichen Neustart der Endlagersuche wird geschürt. Uns reichen keine politischen Beteuerungen mehr, wie jetzt seitens des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel (Grüne), der die Annahme dieser Castoren verweigern will, das Gesetz muss entsprechend geändert werden. Im Übrigen sind wir für einen generellen Atomtransportestopp, solange bis es akzeptierte Fortschritte in der Endlagerfrage gibt.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 – 510 56 06

KONTAKT

Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06

Presse