PRESSEMITTEILUNG
Endlagerkommission: BI kritisiert Personaltableau
Heute wird der Bundestag das – unvollständige – Personaltableau für die Endlagerkommission beschließen. Die Umweltverbände bleiben außen vor. Und das aus gutem Grund, unterstreicht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). „Wir sollen vereinnahmt werden für einen Suchprozess, bei dem am Ende wieder Gorleben herauskommt.“
Neben den grundsätzlichen Fragen wie der Tatsache, dass Gorleben als Endlagerstandort im Rennen bleibt und dass neben der Kommission das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung mit dem gleichen Prüfauftrag die Arbeit aufnimmt, reibt sich die BI vor allem daran, dass mit Prof. Dr. Bruno Thomauske (Physiker) und Prof. Dr. Gerd Jäger (Bundesverband der Deutschen Industrie) Kommissionsmitglieder gewählt werden, die gesonderte Interessen repräsentieren. Thomauske hatte sich in den 90er Jahren im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sich über alle Bedenken an Gorleben hinweggesetzt. Die BI sieht in ihm die „Speerspitze“ der Gorleben-Befürworter. Jäger arbeitet im Vorstand der Uranfirma Urenco, die jährlich bei der Urananreicherung tonnenweise Atommüll produziert, der bisher in den Abfallbilanzen nicht auftaucht, weil er als „Reststoff“ deklariert wird.
„Ein Atomlobbyist und ein Geschäftsmann aus dem Atom-Segment, der ein vitales Interesse an der Endlagerfrage hat, das ist kein Personaltableau, das für eine transparente, offene und wissenschaftsbasierte Endlagersuche steht“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 – 510 56 06
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