PRESSEMITTEILUNG
Beteiligungssimulation – Geld als Schmiermittel
Ganz Deutschland ist jetzt eingeladen
Die Beteiligungssimulation der Endlagerkommission geht in die nächste Runde. Kurz vor Toresschluss startet die Endlagerkommission eine neue Öffentlichkeitsoffensive. Maßgebliche Akteure aus der Anti-Atom-Szene hatten sich im Juni geweigert, an einer öffentlichen Kommissionsveranstaltung zum Thema Öffentlichkeitsbeteiligung teilzunehmen. Wie die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sehen sie nachwievor wesentliche Voraussetzungen für einen fairen und offenen Atommüll-Diskurs als nicht gegeben.
Mit einer Gegenveranstaltung hatten .ausgestrahlt und die BI in Berlin auf die Beteiligungssimulation der Endlagerkommission reagiert.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=14480
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=14474
Nun werden nun die Vertreter aller Landkreise, die von atomaren Zwischenlagern betroffen sind, sowie alle interessierten Landkreise in der Bundesrepublik Deutschland zu drei Workshops nach Berlin eingeladen.
Diese Einladung richtet sich gleich doppelt an den Landkreis Lüchow-Dannenberg. Einmal, so schreibt die Berliner Prognos AG, die mit der Vorbereitung befasst ist, seien die Regionen gebeten, die derzeit von der Lagerung radioaktiver Abfälle betroffen sind, an den Workshops teilzunehmen.
Aber die Kommission will auch potentielle Standortregionen beteiligen. „Sie kann mit Blick auf die sogenannte weiße Landkarte hier offenkundig niemanden direkt ansprechen. Aber sie will sich offen zeigen für solche Regionen, die das für sich nicht ausschließen und sich deshalb an der Diskussion beteiligen wollen“, heißt es in der Einladung, die der BI vorliegt. Die Kommission wolle über die bisherige Arbeit berichten und über Auswahl- wie Abwägungskriterien für ein Endlager reden lassen. Thematisiert werden soll auch ein „heißes Eisen“ – das Geld! „Welche Chance hat eine finanzielle Kompensation jenseits des Makels der Bestechlichkeit“, darüber soll geredet werden.
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:“Mit Geld als Schmiermittel für Akzeptanz sollen potentielle Standorte gelockt werden. Wir sind gespannt, wie die bundesweite Resonanz ausfällt und wie der Lüchow-Dannenberger Landrat Jürgen Schulz auf diese Einladung reagiert.“
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
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