Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

„32 Jahre nach Tschernobyl – Rückblick und aktuelle Entwicklungen

Bis vor einigen Jahren war Tschernobyl das Symbol für die Unbeherrschbarkeit der Atomtechnologie; erst die Serie von Reaktorexplosionen im japanischen Fukushima im März 2011 übertraf den traurigen Rekord der bis dahin größten Atomkatastrophe der Geschichte.
Im ukrainischen AKW Tschernobyl nahe der Stadt Prypiat explodierte am 26. April 1986 um 1.23 Uhr Block 4 des sowjetischen Atomkraftwerks. Die Unfallursachen sind umstritten, ebenso die Menge der freigesetzten Radioaktivität. Offiziellen Informationen zufolge hatte ein fehlgeleitetes Experiment zur Explosion geführt, bei der nur ein kleiner Teil des radioaktiven Inventars freigesetzt worden sein soll.
Atomkritische WissenschaftlerInnen, die Tschernobyl in den letzten Jahrzehnten besuchten, vermuten dass nahezu das gesamte Reaktorinventar bei der Katastrophe in die Atmosphäre gelangte.
Auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz kam Falk Beyer zu einem Vortrag. Er gab einen Überblick zum Super-GAU, den Auswirkungen auf Menschen und Umwelt sowie den unterschiedlichen diskutierten Szenarien des Unfallhergangs.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg 

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG