Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Asketa-Gemeinden auf dem Holzweg

Bürgermeister der Orte, an denen Atomkraftwerke betrieben wurden und noch werden, möchte bei der Endlagersuche mitreden. An vielen dieser Standorte wurden Zwischenlager errichtet, die vermutlich weitaus länger als gedacht betrieben werden müssen, weil niemand damit rechnet, dass 2050 ein Endlager für hochradioaktive Abfälle betriebsbereit ist.

Sie fühlen sich zudem schlecht informiert und streben deshalb einen Platz im Nationalen Begleitgremium (NBG) an.

„Dann sollten sie auch die Chance nutzen, wie es die Anti-Atomkraft- Initiativen und die Umweltverbände tun, die Tagungen des NBG zu besuchen“, kontert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Dieses Gremium ist das Bindeglied zwischen der interessierten Öffentlichkeit, Behörden und dem Bundestag und bietet regelmäßig Workshops an.

Mit der Forderung, einen Platz im NBG zu ergattern, sind die Asketa-Gemeinden allerdings auf dem „Holzweg“ und müssten das auch wissen, meint BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Das NBG ist keine Versammlung von Stakeholdern, also Interessenvertreter*innen.

„Wir vermissen klare Forderungen der Standortgemeinden zur Sicherheit und Sicherung der bestehenden Zwischenlager.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

Kontakt

Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg 

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG