Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

CSU setzt weiter auf Gorleben

Auf dem CSU-Sonderparteitag im Januar 2019 will der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner sich mit einem Antrag dafür einsetzen, dass die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield nicht in einem bayrischen Zwischenlager, sondern in Gorleben gelagert werden sollen.

Ausgehandelt wurde hingegen, dass die restlichen 26 Castor-Behälter aus dem französischen La Hague und dem britischen Sellafield , die nach einer Änderung des Atomgesetzes nicht mehr in Gorleben eingelagert werden dürfen, nach einem Verteilerschlüssel in Brokdorf, Philippsburg, Biblis und Niederaichbach an den dortigen Atomkraftwerken zwischengelagert werden.

In Niederaichbach läuft eine Unterschriftensammlung gegen die Transporte aus Sellafield, die dort „Fremdcastoren“ genannt werden. Begründet wird die Forderung mit dem „Argument“, dass es in Gorleben mit der Pilot-Konditionierungsanlage eine Reparaturmöglichkeit in einer heißen Zelle gebe.

Dabei zeige sich der „St. Florian-Politiker“, der für die CDU/CSU-Fraktion sogar in der Atommüllkommission saß, nicht sonderlich informiert: Die PKA in Gorleben hat den heißen Betrieb nie aufgenommen, ist völlig veraltet und soll in absehbarer Zeit endgültig aus der atomrechtlichen Genehmigung entlassen – sprich stillgelegt – werden, so die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Oßner fordert zudem „die stringente Einrichtung“ eines zentralen Endlagers. Er weiß: „Die Region Gorleben ist dabei nach wie vor mit dem Wirtsgestein Salz prädestiniert, weshalb dieser nach wissenschaftlichen Kriterien untersucht werden soll und nicht aus ideologischen Gründen ausgeschlossen werden darf.“

„Auch in diesem Fall“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, „ist die Botschaft, dass Salz, Kristallin und Ton als Endlagergestein gleichberechtigt untersucht werden soll, nicht bis Bayern durchgedrungen. Ideologisch ist allein der Länderegoismus, den die CSU hier offenbart.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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