Es gibt eine Regel in der Imkerei: Man sollte nur die Hälfte des Honigs nehmen und den Rest den Bienen überlassen. Hatidze respektiert diesen Zustand. Täglich steigt sie in ihrem kleinen nordmazedonischen Dorf einen Berg hinauf, um bei ihren Bienen in den Felsspalten nach dem Rechten zu schauen.

Ein altes Lied singend, entnimmt sie dem Bienenvolk seine Waben. Doch das war es noch nicht mit der Arbeit. Wenn sie wieder auf ihrem Bauernhof ist, kümmert sie sich um ihre selbst gemachten Bienenkörbe und pflegt zusätzlich ihre kranke Mutter. Mit ihren gelegentlichen Abstechern in die Stadt, wo sie ihren Honig und ihre Körbe verkauft, füllt sie ihre Kassen und führt ein bescheidenes, aber gutes Leben. Mit dem ruhigen Leben ist es allerdings vorbei, als auf dem Grundstück nebenan eine Nomadenfamilie einzieht, die Hatidzes Bienenvolk fortan mit laufenden Motoren, sieben lauten Kindern und 150 Kühen beschallt.

Wider Erwarten bringt das die Imkerin nicht aus der Ruhe und Hatzide führt ihr Leben unbeirrt weiter. Doch als Hussein, das Oberhaupt der neuen Familie, eine Entscheidung trifft, wird diese weitreichende Folgen für Hatidze haben …

Nominiert für die Oscarverleihung 2020 in den Kategorien „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester Internationaler Film“.

Di. 03.03.2020 – 19.30 Uhr, Kino Platenlaase – Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Honeyland – Land des Honigs“ (2019-90min.)
Der Film läuft in türkischer Sprache mit deutschen Untertiteln.
Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.