"Schweren Herzens" wird es wegen der Corona-Pandemie zwischen Himmelfahrt und Pfingsten keine Kulturelle Landpartie - und damit auch keine Kulturelle Widerstandsparty an den Atomanlagen geben.

Das ist ein schwerer Schlag für alle Beteiligten und die gesamte Region. Natürlich auch für uns mehr als traurig, da wir mit der Kulturellen Widerstandspartie in den letzten Jahren so viele Menschen an unserem wunden Punkt versammeln konnten. Der persönliche Austausch mit euch, in dieser besonderen Zeit im Wendland, wird uns sehr fehlen, auch weil uns die wundervollen Begegnungen immer durch das Jahr getragen haben und uns eine besondere Motivation waren.

Ihr werdet uns in diesem Jahr alle sehr fehlen und es bleibt uns nichts Anderes übrig, als optimistisch auf das Jahr 2021 zu blicken.

Doch den Kopf in den Sand zu stecken liegt uns nun wahrlich nicht und über Langeweile konnten wir leider auch noch nie klagen. Besondere Zeiten beinhalten eben auch besondere Herausforderungen und das Gesetz zur Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle (StandAG) erfordert weiterhin unsere volle Aufmerksamkeit. Auch hier kommt es im Zuge der Corona Epidemie zu neuen Ansätzen, denn gemäß den Äußerungen der zuständigen Ämter, gewährt der Fortgang des Prozesses offenbar keinerlei Aufschub.

"Sorgfalt vor Eile" bleibt aber das von uns geforderte Vorgehen. Da in diesen Zeiten eine Begleitung des Prozesses durch physische Anwesenheit in Veranstaltungen aber nicht möglich ist, gibt es seitens der Behörden vermehrt virtuelle Angebote zur Beteiligung, um keine Verzögerung im Verfahren aufkommen zu lassen. Dies wird unsererseits nach ersten Erfahrungen jedoch als sehr kritisch angesehen. Sowohl die technischen Herausforderungen, als auch die Möglichkeit effektiv intervenieren zu können, gestalten sich schwierig.

Dennoch bleiben wir beharrlich und mischen uns auch in diesen Zeiten ein. Ein Blick in die Gorleben Rundschau oder auf unsere Webseite belegen, dass wir auch in Krisenzeiten bis auf die höchsten Ebenen der Politik und Behörden unsere Bedenken vorbringen. Sei es beim niedersächsischen Umweltminister Lies, dem Staatssekretär im Bundesumweltministerium Flasbarth oder den Verantwortlichen im BASE und bei der BGE. Wir bemühen uns auch in virtuellen Räumen unsere Forderungen vorzutragen, auch wenn wir dieses Medium als bisher wenig eignungshöffig wahrgenommen haben.

Besondere Zeiten, besondere Herausforderungen.

Aufruf der Künstler*innen & Handwerker*innen

Für viele von uns ist die Absage der Kulturellen Landpartie eine Katastrophe. Da auch sämtliche Märkte abgesagt sind, haben viele von uns zur Zeit kein oder so gut wie kein Einkommen. Auch viele soziale und politische Belange/Veranstaltungen fallen jetzt unter den Tisch.

Viele von uns haben eine homepage, teilweise mit webshop. Auf der Webseite der KLP befindet sich eine Galerie, dort sind viele Künstler*innen oder Handwerker*innen mit Bilder ihrer Werke und Kontaktmöglichkeiten vertreten. Bitte seid so lieb, klickt euch durch die Galerie und schaut, wer wir sind und was wir machen oder produzieren.

Gefällt euch etwas, dann setzt euch mit uns in Verbindung, entweder übers internet oder übers Telefon. Die meisten von uns freuen sich, wenn ihr über diesen Weg Interesse an unseren kreativen Produkten zeigt und viele von uns, sind sehr gerne bereit, die Ware per Post zu schicken.

Die meisten arbeiten mit Hochdruck daran, ihre website zu aktualisieren, einen shop einzurichten, oder Lesungen etc. per Video zu erstellen. Deshalb ist nicht sofort alles perfekt. Habt ein bisschen Geduld und bleibt uns treu, wir brauchen euch.

btr