Am kommenden Mittwoch beschäftigt sich der nächste Vortrag der Online-Veranstaltungsreihe „Atommüll: Über GAUkeleien und KERNkompetenzen“ mit dem havarierten Atommülllager Asse-2.

Rostende Fässer, zufließendes Wasser, illegale Abfälle – die Situation in dem alten Atommülllager ASSE II ist höchst besorgniserregend. Die Rückholung der radioaktiven Abfälle ist inzwischen gesetzlicher Auftrag. Nach jahrelanger Verzögerung legte die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) im März dieses Jahres eine Rückholskizze vor. Dem Wort „Plan“ würde das 148-seitige Papier nicht gerecht, jegliche Erwartungen an einen detaillierten Termin- und Projektplan wurden enttäuscht. In der Juli-Sitzung des Nationalen Begleitgremiums erteilte die BGE, mit Rückendeckung aus dem Bundesumweltministerium, dann auch noch den seit Jahren erhobenen Forderungen nach einem Kriterien-basierten Vergleich verschiedener Standorte für das zu errichtende Zwischenlager eine Absage.

In der Online-Veranstaltung des Atommüllreports am Mittwoch, 02.09. um 18.00 Uhr wird Silke Westphal von der Fachgruppe ASSE der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. über die aktuellen Entwicklungen an der ASSE II berichten und aufzeigen, was notwendig ist, damit die Rückholung der radioaktiven Abfälle gelingen kann.