PRESSEMITTEILUNG

AKW-Laufzeitverlängerung: Endlagersuche liegt auf Eis

Die Entscheidung des Bundeskanzlers Olf Scholz (SPD), die letzten drei Atomkraftwerke, also neben den beiden süddeutschen AKW nun auch noch den Reaktor Emsland bis Mitte April 2023 weiterlaufen zu lassen, löst bei Atomkraftgegner:innen Empörung aus.

„Mit einer angeblichen Stromlücke oder der vermeintlich gefährdeten Netzstabilität hat das nichts mehr zu tun“, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Es gehe einzig um die Profilierung der FDP und deren Chef Christian Lindner frohlockt bereits: „Der Vorschlag findet die volle Unterstützung der Freien Demokraten. Die gesetzlichen Grundlagen können wir sofort gemeinsam schaffen. Auch für den Winter 2023/2024 werden wir gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeiten. Darauf können sich die Menschen nach der heutigen Entscheidung verlassen.“

Das interpretiere man, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, als die unverhohlene Ankündigung der FDP, weiterhin den Atomausstieg zu sabotieren.

„Für uns ist damit der Zeitpunkt gekommen, unsere konstruktive Mitarbeit bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle auf Eis zu legen“, so Ehmke.

Die Begründung der BI: Der Rahmen und die Bedingung für diese gesellschaftlich wichtige Arbeit war die Atomausstieg. Die Hochrisikotechnologie Atomkraft eigne sich angesichts ausstehender Sicherheitsüberprüfungen und drohender Sabotageakte keineswegs für parteitaktischen Stimmenfang.
Die BI geht davon aus, dass andere Anti-Atom-Initiativen und die großen Umweltverbände sich ähnlich verhalten werden.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

https://taz.de/SPD-Energieexpertin-ueber-AKW-Weiterbetrieb/!5888397/

 

https://www.t-online.de/nachhaltigkeit/klima-und-umwelt/id_100067530/akw-scholz-machtwort-wirklich-mehr-strom-dank-atomkaft-.html

 

https://www.bi-luechow-dannenberg.de/2022/10/16/atomkraft-auf-dem-absteigenden-ast/

 

 

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

Tel. 0170-5105606

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