Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Da war es nur noch einer: BGE-Spitze ausgedünnt

Die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Strahlenmüll ist eine anspruchsvolle Sache. Erst kürzlich hatte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bekannt gegeben, dass der ursprüngliche Zeitplan – bis 2031 sollte der Standort feststehen – um 15 bis 30 Jahre verrutscht.
Nun schrumpft der Vorstand der bundeseigenen Gesellschaft von ursprünglich vier auf eine Person: Dr. Thomas Lautsch.

Der Bauingenieur war zuvor Geschäftsführer bei der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE).

2021 hatte Beate Kallenbach-Herbert, die im Öko-Institut Darmstadt gearbeitet hatte, die Firma verlassen und wechselte nach Jülich, zur JEN (Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen). Dann wurde das Ausscheiden des BGE- Geschäftsführers und SPD-Politikers Stefan Studt für Mitte 2023 verkündet. Nun verlässt auch noch der CDU-Politiker Steffen Kanitz die BGE und wechselt zum Energieriesen RWE.

„Das stimmt nachdenklich. Was ist da los? Sieht sich die BGE überfordert?“, fragt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Schließlich hatte die BGE angekündigt, Ende 2023 Zwischenstände bei der Endlagersuche vorzulegen und die Regionen, die bisher als potentiell geeignet ausgewiesen wurden, nicht länger im Ungewissen zu lassen.

„Wir sitzen hier auf vier Tongebieten, die für die Endlagerung in Frage kommen, und warten für Gorleben auch immer noch auf den Startschuss für den Rückbau des Bergwerks, schließlich kostet der Offenhaltungsbetrieb jährlich rund 20 Mio. Euro“, erinnert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

„Möglicherweise ist an der Zeit, die BGE-Spitze nicht nach einem Parteienproporz zu besetzen. Die Frage ist auch, was der 16köpfige BGE-Aufsichtsrat unternommen hat und unternimmt, damit die Endlagersuche nicht ins Trudeln gerät“, so die BI.

Wolfgang Ehmke/ BI-Büro Rosenstr.20/ 29439 Lüchow/ 0170 510 56 06

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