Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

850. Sonntagsspaziergang!

Bei eisiger Kälte hat am 1. Februar in Gorleben der 850. Sonntagsspaziergang rund um das ehemalige Endlager stattgefunden. Erklärtes Ziel der Aktion, die seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag um 13.00 Uhr stattgefunden hat: Wir laufen solange, bis das Bergwerk wieder verfüllt ist. Der Salzstock Gorleben wurde beim Neustart der Endlagersuche im Herbst 2020 als ungeeignet aussortiert. Der Rückbau startete erst im November 2024 – nach hartnäckigem Drängen der Sonntagsspaziergänger:innen und der Bürgerinitiative Umweltschutz.

Und schon bald kommt ein geschichtsträchtiges Datum auf uns zu: Am 22. Februar 1977, also vor 49 Jahren, benannte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein „Nukleares Entsorgungszentrum“ (NEZ).

Das Herzstück des NEZ – neben dem Endlagerprojekt im Salzstock Gorleben-Rambow – war eine Plutoniumfabrik, die Wiederaufarbeitungsanlage (WAA). Die WAA-Pläne vor Ort wurden wegen des anhaltenden Protests bereits Ende der 70er Jahre wieder aufgegeben. Albrecht wich daraufhin auf Dragahn im Westkreis aus und scheiterte auch dort – den Zuschlag bekam das bayrische Wackersdorf. Am Ende zog sich die Energiewirtschaft aus den WAA-Plänen vollständig zurück.

Für die Aktivist:innen ist klar: „Der 22. Februar fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag, das ist ein besonderer Gedenktag, der für den beharrlichen und erfolgreichen Protest im Wendland steht. Man sieht sich ohnehin weiter beim Sonntagsspaziergang, zumal Gorleben wegen der Atommüllzwischenlagerung für weitere Jahrzehnte noch lange nicht Geschichte ist.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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Tel. 0170 510 56 06

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