e-Ventschau Spezial am 26. April 2026
Am 11. März ist es genau 15 Jahre her, dass die Menschen mit ungläubigen Blicken auf ihre Fernsehbildschirme die Nuklearkatastrophe von Fukushima miterlebten. Am 26. April 2026 jährt sich zudem der katastrophale Störfall im Atomkraftwerk von Tschernobyl zum 40. Mal. Diese beiden Ereignisse sind Grund genug, dass das Team vom e-Ventschau e.V. zu einem „e-Ventschau Spezial“ lädt.
Am Sonntag den 26. April – also genau am Tschernobyl-Jahrestag – öffnen sich ab 15.30 Uhr auf dem Hof Thiele ( Am Bruch 1) im idyllischen Ventschau bei Tosterglope die Tore. Der Verein lädt zu einer Veranstaltung, die um die arte-Dokumentation „Die Nuklearfalle. Putins Deals mit dem Westen“ kreist. Der Film ist die aktuellste große Dokumentation der Produktionsfirma “Pieper & Partner”: 90 Minuten lang geht es um Rosatom, den russischen Atom-Staatskonzern. Der Film ist das Ergebnis einer 3-jährigen Recherche, die belegt wie der russische Präsident Putin die Welt von seinen Atomprodukten abhängig macht. Den Anstoss zur Recherche gab ein Gespräch mit dem russischen Umweltaktivisten und Träger des alternativen Nobelpreises Vladimir Slyviak, der seit Jahren gegen die Machenschaften von Rosatom kämpft und einer der Hauptprotagonisten im Film ist.
Realisiert werden konnte das Projekt nur durch die mutige Redakteurin Bettina Rudolph beim MDR in Leipzig und den arte-Redakteur Philippe Müller in Straßburg. Zuvor hatten andere Sender das Thema abgelehnt. Es sei zu schwierig und zu brisant. Doch das Team aus 8 Journalist*innen aus Deutschland, Frankreich, Russland, der Türkei, Kasachstan und der Ukraine setzte sich durch. Gedreht wurde in 13 Ländern.
Der von Johannes Bünger, Vivien Pieper und Laura Schmitt produzierte Film kann in voller Länge in der arte- oder ARD Mediathek angesehen werden. Inhaltlich geht es neben der Abhängigkeit des Westens von russischer Atomenergie, wie es dazu kam und wie dies staatlich forciert wurde, ebenso um die entscheidende Frage, wie der Westen sich aus dieser Abhängigkeit lösen kann.
In Ventschau werden Teile des Films gezeigt werden und Gäste aus dem Team der Produzent*innen mit den Besucher*innen in die Diskussion gehen.
Gemäß dem Konzept der „großen Schwester“, dem e-Ventschau Benefiz-Open Air, wird auch beim „e-Ventschau Spezial“ ein Ausgleich zur inhaltlich schweren Kost geboten. Die junge Lüneburger Band Basilkatz – benannt nach einer Romanfigur, die in scheinbar ausweglosen Momenten auftaucht, um überraschende, kreative Auswege aufzuzeigen – spielt zu ihrem Namen passende Musik: mal tanzbar und groovig, mal verträumt und nachdenklich, aber in jedem Fall abwechslungsreich. Ergänzt wird das Programm durch ein Kuchenbuffet und Getränke.
Die Veranstaltung wird voraussichtlich gegen 18.30 Uhr enden.
Mit dem „e-Ventschau Spezial“ beginnt in Ventschau ein volles Jahr, denn nach einem Jahr Schaffenspause wird in diesem Sommer am 07. Und 08. August auch das „e-Ventschau Benefiz Open Air“ wieder stattfinden. Nähere Informationen hierzu folgen!
