ostermarsch

Nein! zu Krieg, Wehrpflicht und Aufrüstung – Aufruf zum Ostermarsch am 6. April

Die BI hat sich dem Aufruf zum Ostermarsch angeschlossen, mobilisiert wird dieses Jahr aus unserer Region nach Stendal.

Die Gefahren werden immer sichtbarer. Die Autokraten dieser Welt führen sich gegenseitig vor Augen, wie es geht: die Kapital­interessen der eigenen ökonomischen Basis mit militärischer Gewalt durchzusetzen. Alle Welt hält die Luft an: Wann führt deren Wettstreit, wer es noch besser kann, zur finalen Eskalation?

Es gäbe so viel Wichtiges zu tun: den drohenden Absturz in die Klimakatastrophe aufzuhalten! Den Hunger in weiten Teilen der Erde zu bekämpfen! Die Umwelt vor dem ständigen Verlust von Artenvielfalt zu schützen! Unterdrückung und Ausbeutung zu beenden! Reichtum gerecht zu verteilen! All das machen Regierungen nicht. Sie versäumen dies nicht nur – mit ihrem Streben nach Kriegstüchtigkeit bewirken sie das genaue Gegenteil.

Wer Frieden will, muss kriegstüchtig sein? Wir sagen NEIN!

Regierungen, die sich auf Krieg als Abschreckung vorbereiten, haben Alternativen dazu längst verworfen; sie sprechen die Sprache der Rüstungskonzerne. Ohne jede Einsicht klammern sie sich an die Vorstellung von endlosem Wachstum; blindlings folgen sie der zwingenden Logik sich verschärfender Konkurrenz.

Wer Freiheit will, muss kriegstüchtig sein? Wir sagen NEIN!

Bereits mit dem Aufbau militärischer Strukturen werden die Dinge, die uns wirklich wertvoll erscheinen, zerstört. Die Colbitz-Letzlinger Heide ist ein erschreckend zutreffen­des Beispiel dafür. Das Schützenswerte müssen wir tatsächlich „verteidigen“, und zwar genau gegen die Zumutungen von Kriegstüchtigkeit.

„Verräter“ wurden die genannt, die aus den Schrecken des Kriegs desertierten. Als solche wurden sie seinerzeit von nationalsozialistischen Richtern verurteilt – oft zum Tode. Ein unermüdliches Streiten und zähes Ringen um Freiheitsrechte war nach 1945 notwendig, bis dieses Denken nicht länger geltendes Recht war. Nun soll dies zurückkehren: Erneut maßt sich der Staat eine Verfügungsgewalt über das Leben seiner Bewohner an. Junge Männer sollen dazu verpflichtet werden, das Töten anderer einzuüben und zu lernen, das eigene Getötetwerden als notwendig hinzunehmen.

Wer Sicherheit will, muss kriegstüchtig sein? Wir sagen NEIN!

Aufrüstung führt zu Wettrüsten. Kriegstüchtigkeit erhöht die Gefahr kriegerischer Auseinandersetzungen. Das, was Militarisierung verspricht, nämlich Frieden und Sicherheit herzustellen, kann sie nicht einlösen. Wie uns vor Augen geführt wird, ist das Gegenteil der Fall. Sie bringt Elend, Tod und Zerstörung.

Wir wollen leben

Darum stehen wir solidarisch zusammen:

  • für allumfassende Abrüstung statt Aufrüstung;
  • für das unveräußerliche Recht, NEIN! zu sagen, wenn zum Dienst an der Waffe gerufen wird;
  • für soziales Engagement als freiwilligen Dienst am Wohlergehen aller, und zwar nur dafür;
  • für jedwede Anstrengung, um die Lebensgrundlagen der Menschheit dauerhaft zu bewahren;
  • für eine Welt, in der „das gute Leben für alle“ an erster Stelle steht – für eine gänzlich andere Welt, die nicht in permanenter Konkurrenz dem Diktat der Kapitalverwertung folgt.

Kommt zum Ostermarsch 2026 in Stendal!