Ab nach Gorleben?

Durcheinander in der Castor-Frage
BI fordert Hendricks  zum Handeln auf – schon wieder!

Die Tatsache, dass das atomare Zwischenlager in Brunsbüttel seine Betriebserlaubnis verloren hat, hat möglicher Weise Folgen auch für Gorleben.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hatte unmittelbar nach dem entsprechenden Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig die Frage aufgeworfen, wie nun die Politik mit der „Castor-Frage“ umgehen will. Brunsbüttel wurde als eine der möglichen Lagerstätten gesehen, um einen Teil der 21 Castor-Behälter aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Sellafield aufzunehmen. Hinzu kommen noch 5 Behälter aus der französischen WAA Cap de la Hague, um die in Süddeutschland heftig gestritten wird. Es handelt sich um verglaste hoch- und mittelaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente aus deutschen Reaktoren.
Nach einer Änderung des Atomgesetzes dürfen sie nicht mehr in Gorleben eingelagert werden. Diese Änderung des Atomgesetzes geschah, um im Wendland das Vertrauen in eine angeblich neue Endlagersuche zu stärken und die Lage vor Ort zu befrieden.
Während Bundesumweltministerin Babara Hendricks (SPD) laut Tagesspiegel immer noch auf Schleswig-Holstein setzt, rechnet Umweltminister Robert Habeck (Grüne), der bisher Brunsbüttel ins Spiel gebracht, vor, dass das nächst gelegene Zwischenlager am Atomkraftwerk Brokdorf ausgelastet wäre, wenn die bisher in Brunsbüttel eingelagerten neun Behälter dorthin gebracht würden. In der CDU und FDP Schleswig-Holsteins mehren sich die Stimmen, den hochradioaktiven Müll doch nach Gorleben zu bringen.
„Ein Eingreifen der Bundesumweltministerin ist überfällig“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Gorleben-Gegner_innen hatten ihr bei ihrem Besuch in Lüchow im September 2014 über 5000 Unterschriften mit der Forderung überreicht, die weitere Atommüllproduktion sofort zu beenden und den bisher angefallenen Atommüll vorerst zu lassen, wo er ist, und vor allem das Ränkespiel mit und um Gorleben zu beenden.

BUMin in Lüchow

Wolfgang Ehmke (rechts) und Martin Donat von der BI Lüchow-Dannenberg übergeben in Lüchow 7000 Unterschriften gegen Castor-Transporte an Bundesumweltministerin Hendricks.

Ehmke: „Das Atommülldesaster ist immer offensichtlicher. Die sich aufdrängende Konsequenz lautet sofortige Stilllegung der Atomkraftwerke. Wer Gorleben, das Zwischenlager und den geologisch unbrauchbaren Salzstock, jedoch als Ausweg, als Müllkippe der Nation, handelt, handelt verantwortungslos. Haltet den Dieb – viel Geschrei um einen Neustart der Atommüllpolitik und dann kommt wieder Gorleben? Das werden wir nicht hinnehmen und einen Sturm der Empörung entfachen.“

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06

Rede Habecks vor dem Landtag

Ahauser Erklärung

Unterschreiben gegen Castortransporte & Landgzeitlagerung von Atommüll!

USA-Vortragsreise
Bure ist überall
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Gorleben-Fachexpertise
Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
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