Brand in US-Atommülldeponie: BI warnt erneut vor Mischlagerung

Vor einer Woche ist in einer US-amerikanischen Atommülldeponie ein Feuer ausgebrochen, berichtet das Las Vegas Review- Journal. Ein 40 Sekunden dauerndes Video zeigt Explosionen in einem staatlichen unterirdischen Lager für schwachradioaktive Abfälle. Man erkennt weißen Rauch, der aus dem Boden dringt und umherfliegenden Schutt.

Der örtliche Feuerwehrchef Peter Mulvihill sagte demnach, die Ermittler wüssten noch nicht was die Ursache der „energetischen Verbrennung“ sei. Die Flammen unter der Erdoberfläche hätten dazu geführt, dass alles verbrannt und sehr heiß sein würde.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) greift diesen Vorfall auf und stellt erneut in Frage, ob es verantwortbar sei, hochradioaktive Abfälle zusammen mit Gas entwickelnden und brennbaren Atommüllabfällen in eine Deponie zu verbringen. Schon zweimal hat es in einer US-Atommülldeponie gebrannt, erinnert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. 2014 musste die unterirdische WIPP-Anlage im Salzgestein nach einem Brand evakuiert werden und im Jahr 2000 hatte ein Buschbrand im Süden des US-Staates Washington das größte Atommülllager der USA in Hanford erfasst und fast die Hälfte des Geländes verwüstet. Dort wird Atommüll u.a. oberflächennah gelagert.

Ehmke: „Auf diesem Hintergrund halten wir es seitens des Bundesumweltministeriums für unverantwortlich, von dem Konzept abzuweichen, hochradioaktiven Müll getrennt von schwach- und mittelaktiven Abfällen zu deponieren.“

Das Bundesumweltministerium hatte jüngst die Endlagerkommission damit beauftragt, für ein Mischlager Vorschläge zu erarbeiten statt allein Sicherheitskriterien für ein Lager mit hochradioaktivem Müll zu präsentieren.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 – 510 56 06

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