PRESSEMITTEILUNG

Atomkraft durch die europäische Hintertür

Die Unionsparteien lassen nicht locker: In einem gemeinsamen Papier der Regierungen in Paris und Berlin zu einem gemeinsamen „Neustart“ in der Energiepolitik wird der Atomkraft der Rang zugesprochen, emissionsarm zu sein. Widerspruch kam prompt vom frisch gekürten Umweltminister Carsten Scheider (SPD).

„Atomkraft durch die europäische Hintertür,“ heißt es seitens der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zu diesen irrwitzigen Plänen, und dass, obwohl diese überkommene Form der Energiegewinnung es nicht einmal mehr in den Koalitionsvertrag geschafft hatte.

„Dass die Atomkraft als emissionsarm, also nachhaltig eingestuft wird, wurde längst und eindeutig vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) widerlegt.

„Dem gibt es fast nichts hinzuzufügen“, merkt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an, „außer dass allein der Blick auf die Atommüllproblematik zeigt, dass die Atomkraft das Gegenstück zu einer nachhaltigen Energiepolitik ist. Allein die notwendige lange wissenschaftsbasierte Endlagersuche und die verlängerte oberirdische Zwischenlagerung mit all ihren Risiken für rund weitere 100 Jahre scheint die Unionsparteien nicht von ihrem Pro-Atom-Credo abzubringen.“

Bekanntlich macht Gorleben den Anfang – die Einlagerungsgenehmigung erlischt im Jahr 2034 und die Betreiberfirma BGZ bereitet derzeit die Verlängerung vor.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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