Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Aus Solidarität mit Ahaus – Gorlebener Sonntagsspaziergang endet vor den Toren des baugleichen Zwischenlagers
Der Sonntagsspaziergang in Gorleben wird am kommenden Sonntag nicht um das ehemalige Endlagerbergwerk herumführen, aus einem besonderen Anlass steht das Zwischenlagergelände im Fokus, Startzeit ist wie immer 13 Uhr. Denn am Sonntag wird in Ahaus vor den Toren des Zwischenlagers demonstriert. 152 Castorbehälter sollen aus dem Forschungszentrum Jülich in nächster Zeit nach Ahaus verlagert werden. Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Jülich fordern eindringlich politische Gespräche zwischen Bund und Land, um eine Weiterlagerung des Atommülls in Jülich zu ermöglichen und den drohenden zweijährigen Castor-Marathon abzuwenden. Für den 14. Dezember rufen sie deshalb zu einer Demo am Zwischenlager in Ahaus auf.
Beim Bundesverwaltungsgericht ist nach wie vor eine Klage des BUND NRW anhängig aufgrund des Fehlens entscheidender Sicherheitskonzepte. Auch die Gewerkschaft der Polizei in NRW fordert nach wie vor ein ganzheitliches Strahlenschutzkonzept.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) unterstützt diese Forderungen. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:
„Die Castorhallen in Gorleben und Ahaus sind baugleich und nicht hinreichend gegen Flugzeugabsturz oder Drohnen ausgelegt.“
Hintergrund: Das Zwischenlager in Gorleben verliert 2034 die Genehmigung, das in Ahaus zwei Jahre später. Statt Millionenbeträge als Kompensationsleistung in die Gemeindekassen in Ahaus fließen zu lassen, sollte Geld in den Neubau einer Halle in Jülich und die robuste Nachrüstung der Lagerhallen in Gorleben und Ahaus gesteckt werden.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
- Aktuelle Infos zum Jülich-Ahaus-Castor: https://castor-stoppen.de/ticker/
KONTAKT
Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06