Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Zeitzeug:innengespräch: „Mit allen Mitteln – Erinnerungen an die Waldbrandkatastrophe Gorleben 1975.“

Gute 50 Jahre her und dennoch brandaktuell – der Waldbrand rund um Gorleben 1975. Bisher einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, was die vernichtete Fläche innerhalb eines Tages betrifft (über 2.000 Hektar Wald und landwirtschaftliche Flächen) – und prägend für die Entwicklung Lüchow-Dannenbergs ab Mitte der 1970er Jahre.
Die Neu-Entstehung der Nemitzer Heide auf der Brandfläche, die Standortbenennung Gorlebens 1977 für den Bau eines „Nuklearen Entsorgungszentrum“, die Gründung der Republik Freies Wendland 1980 – all diese Geschehnisse prägten und prägen die Geschichte und Identität des Landkreises bis heute.
Im Rahmen des „Aktions- und Gedenkjahres zur Waldbrandkatastrophe 1975“ wird ein Blick zurück geworfen auf die damalige tagelange Serie von Waldbränden in den Landkreisen Gifhorn, Celle und Lüchow-Dannenberg, die über 13.000 Hektar vernichtete Fläche und sieben Tote in den drei Landkreisen forderte.
In Lüchow-Dannenberg spitzte sich die Lage insbesondere um Nemitz, Trebel und Prezelle dramatisch zu. Auf dem Podium schildern Zeitzeugen ihre Erinnerungen an die Geschehnisse des 12. August 1975; es kommen betroffene Anwohner, Landwirtinnen, sowie Experten zur Feuerbekämpfung im Zonenrandgebiet zu Worte.
Es geht aber auch um den Blick auf Gegenwart und Zukunft, Klimawandel, Extremwetter und die Herausforderungen für Waldbrandprävention und Brandbekämpfung.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Museumsverbund Lüchow-Dannenberg, Landkreis Lüchow-Dannenberg und Hist. Feuerwehrmuseum Neu Tramm mit dem Gorleben-Archiv.

Freier Eintritt, Spenden sind willkommen.

So., 22. Februar, 15:00 Uhr
Ort: Gasthaus Wiese, Gedelitz 21, 29494 Trebel
Weitere Projektinfos unter: https://www.luechow-dannenberg.de/mit-dem-feuer-leben-lernen

 

KONTAKT

Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06

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