Abgeblitzt: Landkreis beteiligt sich nicht an Workshops der Endlagerkommission

Mit großer Erleichterung hat die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) den Beschluss des Kreistages vom 24. September aufgenommen, dass sich der Landkreis Lüchow-Dannenberg nicht an den Workshops beteiligen wird, zu denen seitens der Endlagerkommission eingeladen wurde.

Die Berliner Beratungsfirma Prognos hatte im Auftrag der Endlagerkommission des Deutschen Bundestages alle Landkreise eingeladen, die mit der Lagerung von Atommüll befasst sind oder sich als potentielle Endlagerregion sehen. Mit großer Mehrheit wurde eine Teilnahme abschlägig beschieden. Eine wirkliche Mitsprache bei der Debatte um Sicherheitskriterien gebe es nicht. Es existiere auch kein Veto-Recht der Regionen. Und was im Wendland am heftigsten aufstößt: Auf ein intaktes abschirmendes Deckgebirge solle als Ausschlusskriterium bei der angeblich neuen Endlagersuche verzichtet werden. So werde der untaugliche Salzstock Gorleben im Pool möglicher Endlagerstandorte belassen und das Vorgehen der Kommission zeige einmal mehr, dass es nicht um die Suche nach einem „bestmöglichen“ Standort geht.

Die BI hatte davor gewarnt, dass potentielle Endlagerregionen mit finanziellen Zusagen gelockt werden sollten. Der Kreistag stellt dazu klar: “Lüchow-Dannenberg hat zudem mit der so genannten „Kompensation“ in der Vergangenheit außerordentlich problematische Entwicklungen insbesondere im gesellschaftlichen Bereich erlebt. Diese „Kompensation“ hat immer wieder auch politische Entscheidungen in den politischen Gremien beeinflusst.”

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: “Dieser Beschluss ist ein klares Signal, ein Ausdruck großer politischer Geschlossenheit im Wendland. Solange Gorleben im Verfahren bleibt, gibt es keine Bereitschaft, sich in die Kommissionsveranstaltungen einzubringen.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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