Konditionierungshalle in Gorleben weiter in Planung

Wer gedacht hat, dass mit dem Abtransport von Atommüllfässern für eine Nachkonditionierung sich der geplante Bau einer Konditionierungshalle in Gorleben erledigt hat, der wird jetzt eines Besseren belehrt. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hatte die Frage gestellt: “Folgt aus der Auslagerung der Fässer, dass die GNS in Gorleben keine weitere Konditionierungsanlage errichten wird? ”

Für die Gesellschaft für Nuklearservice kam die Antwort von Michael Köbl aus ihrer Betriebsstätte in Duisburg-Wahnheim, wo die Nuklearfirma mitten in einem Wohngebiet Atommüll verpackt:

“Nein, die bis 2019 vollständig auszulagernden Fässer aus Lagergasse A sind nicht Bestandteil der Planungen für die neu zu errichtende Konditionierungseinrichtung.”

Eigentlich hätte es schon 2012 betriebsbereit sein sollen: ein sogenanntes “Prüf- und Qualifizierungsgebäude” für schwach und mittelaktiven Abfall. Die BI hofft, dass sich dieses Thema erledigt hat. Die GNS sieht es offenbar anders. Hintergrund der aktuellen Auslagerung von 1.307 Atommüllfässern ist, dass eine bis zum 13.06.2019 befristete Genehmigung zur Aufbewahrung ausläuft. Ursprünglich sollten diese Fässer in dem inzwischen havarierten Atommüllendlager Morsleben eingelagert werden. Die Deponie musste aber auf Druck von Umweltschützern geschlossen werden, am Ende war eine Klage erfolgreich und führte zur Stilllegung.

Bereits 2010 hatte die GNS beim Landkreis einen Bauantrag gestellt, um auf dem Gelände des Zwischenlagers jenes  “Prüf-und Qualifizierungsgebäude” zu erstellen. Dort sollten dann (nach Fertigstellung des Baus im Jahre 2012) die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle für ihren späteren Transport in das Endlager Schacht Konrad vorbereitet werden. In dem neuen Gebäudekomplex sollte der jetzt noch im Abfalllager Gorleben stehende schwach- bis mittelaktive Atommüll geprüft, getrocknet, und in andere Behälter umgepackt werden.Auf dem Gelände des Zwischenlagers befinden sich derzeit die Pilot-Konditionierungsanlage, die ihren Betrieb nur auf dem Papier aufgenommen hat, die Castor-Halle mit 113 Behältern und das Fasslager, die Konditionierungshalle wäre ein weiterer Bau.

Weitere Informationen verspricht BI-Sprecher Wolfgang Ehmke für den kommenden Freitag, wo ab 18 Uhr an den Atomanlagen eine kurze Kundgebung mit anschließendem Laternelaufen, Grillen und Klönschnack stattfinden wird.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 501 56 06

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