Nächtlings im Gorlebener Wald

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Die Motive waren sorgsam ausgesucht und entsprachen der wendischen Widerstandstradition: Ein leuchtendes X, Wichtel, Wendlandsonne, Mond und Sterne – bei frostigen Temperaturen trafen sich rund 100 Atomkraftgegner_innen im Gorlebener Tann, um am Abend des Martinstages Laterne zu laufen, zu grillen und sich an der Feuertonne und mit heißem Saft zu wärmen.

“Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir…” schallte es gegen die Festungsmauern des sogenannten Bergwerks Gorleben. “Das Licht geht aus, geht schnell nach Haus”, reimten sie frei und aktuell beim Rundgang um den Schwarzbau und spielten dabei auf die Offenhaltung des Bergwerks an, die ihnen ein Dorn im Auge ist.

Was die Demonstranten, die dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) folgten, bewegt, fasste Martin Donat, der BI-Vorsitzende, in wenige Worte. Gorleben ist und bleibt ein möglicher Standort für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle, die Umsetzung der Empfehlungen der Endlagerkommission in eine Gesetzesnovelle dauert und dauert und damit wird die weitere Endlagersuche wider Erwarten auch ein Wahlkampfthema:

“Nicht dass wir mit den Ergebnissen der Kommission einverstanden wären, aber das kann uns nur recht sein, so haben wir uns das gewünscht.”

Ein Ärgernis ist auch die Lage im Fasslager Gorleben. Dass in Gorleben noch weiter Atommüll eingelagert wird, obwohl die Überwachung im Fasslager nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht, dass die Gesellschaft für Nuklearservice sogar gegen eine Weisung der Atomaufsicht in Hannover klagt, sei empörend, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Bis Juli 2019 würde die Auslagerung von Fässern dauern, die neu konditioniert werden müssen.

“Wir sind uns sicher, dass es weitere Rostfässer geben wird”, so Ehmke.

Zum Glück seien viele Menschen im Wendland immer noch sehr wachsam, so konnte zuletzt ein Atommülltransport vor seiner Einfahrt ins Zwischenlager noch kurz gestoppt werden. “Wir bleiben hellwach”, versprach Kerstin Rudek. Die BI-Frau berichtete kurz über die erfolgreiche Demonstration in Lingen, an der zahlreiche Menschen aus dem Wendland beteiligt waren:

“Jahrelang sind Tausende zu uns gekommen, um uns gegen Castor-Transporte zu unterstützen, wenn 2017 wieder Castoren rollen, zum Beispiel nach Ahaus, dann sind wir gefragt.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
Foto zur freien Verfügung: I. und W. Lowin

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http://www.publixviewing.de

 

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
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