Willkommen zur Gorleben Rundschau

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Editorial der Ausgabe September / Oktober 2017

Martin Donat

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg

Manche Menschen mögen keine Veränderungen. Und manchen Menschen ist unsere heutige Welt mit ihrer Vielzahl an Informationen, Blickwinkeln und Lebensentwürfen viel zu kompliziert. Sie möchten lieber eine Steuererklärung auf dem Bierdeckel und eine möglichst schon von weitem zu identifizierende Bevölkerungsgruppe, die an allem schuld ist.

Es sind dies oft auch diejenigen Menschen, die durch Ehrgeiz oder auch nur Glück viel erreicht und angehäuft haben und fürchten, dies nun womöglich mit anderen teilen zu müssen.

Dabei wissen wir schon, seit der Club of Rome in den Siebzigern die Grenzen des Wachstums ausmachte und die Friedensbewegung das (atomare) Wettrüsten anklagte: Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.

Nach Jahrzehnten eines schweren Kampfes auf der Straße und in den Parlamenten ist nun auch in der eher trägen Mehrheitsgesellschaft angekommen, dass Atomkraft keine lebenswerte Zukunftsoption ist. Um das bereits verbrannte Uran in der Erde zu belassen, ist es aber für Tausende Tonnen Atommüll leider längst zu spät. Angesichts von Hunger, Dürre, Flut und Millionen Menschen auf der Flucht vor Verteilungskriegen, erkennt die Weltgemeinschaft ebenso träge, dass auch das fossile Zeitalter uns und die Natur die Zukunft kostet. Und während man hierzulande längst erkannt hat, dass die gesamte dreckige, nukleare Brennstoffkette von Uranabbau bis zur Bombe und Endlagerung alles andere, als klimaneutral ist, stehen Atomkonzerne schon wieder in den Startlöchern, um kleinen Ländern Atomkraft als „Klimaretter“ aufzuschwatzen und auch noch Subventionen dafür einzustreichen. Wenn sich im November die Staatschefs der Welt zum Klimagipfel in Bonn treffen, wird es also wieder bitter nötig sein, ihnen zuzurufen: „Don’t Nuke the Climate!“

Leider gibt es keine Energiepolitik auf dem Bierdeckel, die uns das Goldene Zeitalter beschert. Denn wenn wir nicht schleunigst lernen, die Grenzen des Möglichen zu erkennen, unsere kollektive Gier zu zügeln und das Vorhandene sinnvoll und gerecht zu verteilen, dann werden auch Mega-Windparks, Maislandschaften und Solar-Mammutprojekte wie Desertec uns kaum noch retten können. Am Ende könnte es eben nicht die Gigantomanie der grüngewaschenen Atomkonzerne und einer neuen zentralistischen Energiewirtschaft, sondern ein vielfältiges Konglomerat aus Einsparung, Effizienz und Energie in Bürgerhand sein, das eine freundliche Option demokratischer Energiepolitik für die Zukunft verspricht.

 

 

COP23 in Bonn:

Don't nuke the climate!

Atomwaffen verbieten!

Atomwaffen werden international verboten. Deutschland soll dem Vertrag beitreten. Schreiben Sie an Ihre Bundestags-Kandidaten!

Neuer Flyer

NDR zu 40 Jahre

Martin Donat im Interview, Beitrag zu 40 Jahre Gorleben:

Abschalten!

Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kommission am Ende