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Editorial der Ausgabe September / Oktober 2016

Martin Donat

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg

In der öffentlichen Wahrnehmung mögen Atomkraft und die alltägliche Bedrohung durch Radioaktivität derzeit nicht das drängendste politische Thema sein. Krieg, Flucht und Vertreibung,  Bombenterror und Luftangriffe, die Bedrohung der offenen Gesellschaft und die gruselige Wiederkehr nationalistischer Beschränktheit, Brexit und die Zukunft Europas, der verrückte Mann am Bosporus und die verstörende, staatliche Aufforderung zu Hamsterkäufen beunruhigen uns gerade sicherlich sehr berechtigt. Wie der Boden- und Bombenkrieg im Nahen Osten, vermag ein kurzes Ruckeln der Lithosphäre unseres Mutterplaneten alle unsere längerfristigen Sorgen und Nöte angesichts des aktuellen und konkreten Leids plötzlich und gründlich zu relativieren.

Mit etwas Abstand betrachtet könnte es aber unter diesen Entwicklungen und Ereignissen Querverweise geben.

Ob es die Atomkraft-Pläne Erdogans sind, der bis zum 100. Geburtstag der türkischen Republik vier neue Atomkraftwerke mit Unterstützung eines nuklear-nationalistischen Fonds seiner Bürger und mit Hilfe der russischen Rosatom bauen und in kontaminierten Betrieb nehmen will – natürlich mitten in einer aktiven Erdbebenzone. Und während uns noch die Simulation einer öffentlichen Debatte durch die Endlagerkommission in nuklearer Sicherheit wiegen soll, wird deutlich, dass auch über den deutschen Atomausstieg hinaus in Deutschland Uran angereichert und Brennelemente hergestellt werden sollen: für den Betrieb belgischer und französischer Pannenreaktoren inmitten geologisch störungsaktiver Zonen im Herzen Europas …

Auch wenn es zur allgemeinen Beschwichtigung nun vorerst keine Castortransporte nach Gorleben mehr geben wird: In den nächsten paar Jahren muss mit über 20 Castoren auf dem Seeweg aus Sellafield und insgesamt mit rund 200 Castoren innerhalb Deutschlands gerechnet werden. Und für alle diese Transporte gilt exakt dasselbe, was auch im Wendland galt: An den Standorten werden Tatsachen geschaffen, während der endgültige Verbleib des Atommülls unverändert ungeklärt bleibt, in die Hände einiger Bundesbehörden gelegt und dem politischen Mächtespiel preisgegeben wird. Es beruhigt auch keineswegs, dass, während die Fässer der schwach- und mittelaktiven Abfälle unaufhaltsam durchrosten, die Genehmigungszeiten der Zwischenlager ebenso wie jene der Lagerbehälter in Kürze ablaufen werden. Wenn man sich dann aber auf die Suche nach den Verantwortlichen für diesen ganzen Irrsinn macht, wird man schnell feststellen: Wirkliche Verantwortung übernehmen stets nur diejenigen, die man wahrlich nicht für diesen skrupellosen Größenwahn verantwortlich machen kann.

 

 

 

29.10.: Demo in Lingen

Kommission am Ende

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Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kampagnen

Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.