Willkommen zur Gorleben Rundschau

Die Gorleben Rundschau ist das kostenlose Mitteilungsblatt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. Diese Seiten sollen die gedruckte Ausgabe der Gorleben Rundschau ergänzen und Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben, sich mittels unserer Links weitergehend zu informieren.

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Die Druckausgabe der Gorleben Rundschau erscheint alle zwei Monate und wird an interessierte Leserinnen und Leser kostenlos verschickt. Sie kann hier per Kontaktformular bestellt werden und wird ab der folgenden Ausgabe zugestellt..

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Editorial der Ausgabe Juli / August 2017

Martin Donat

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg

Kennen Sie eigentlich „World Check“? Wenn Sie jetzt denken, das sei ein Programm der UNO, um zu ergründen, ob wir die Klimabremse noch getreten kriegen oder eine Überprüfung der EU, in welchen Ländern die Menschenrechte eingehalten werden, um nur mit diesen (gerechten) Handel zu treiben, dann haben Sie weit gefehlt. World Check ist eine von der Nachrichtenagentur Thomson Reuters in London erstellte globale Namensliste von so genannten „Politically Exposed Persons“, auf die Großbanken „zur Einhaltung von Finanzvorschriften gegen Geldwäsche und zur Terrorabwehr“ zugreifen – gegen angemessene Gebühr, versteht sich.

Ein Datenleck und eine wochenlange journalistische Recherche haben die nach deutschem und europäischem Recht vermutlich illegale Datenbank jüngst auffliegen lassen. Allein zu Deutschland finden sich 15 000 Einträge, darunter Oppositionspolitiker, Demonstranten der Occupy-Bewegung und Greenpeace-Aktivisten; weltweit finden sich amerikanische Whistleblower neben Tierschützern und Menschenrechtsaktivisten, Dissidenten in Unrechtsregimen und Lokalpolitiker, die ohne ihr Wissen und ohne legitimen Anlass auf diese schwarzen Listen geraten sind. Personen und Organisation mit einem Eintrag bei World Check müssen mit erheblichen Schwierigkeiten schon bei einfachen Bankgeschäften und bei der Mittelbeschaffung rechnen.

Ein ähnliches Instrument zur subtilen Unterdrückung des legitimen Widerstandes gegen die fortschreitende Zerstörung sozialer Strukturen und unserer Lebensgrundlagen, gegen Krieg und ein verzehrendes Wirtschaftssystem, finden wir in der Genehmigungs- und Verbotspraxis von Demonstrationen und Protestcamps, der polizeilichen Aushebelung des basalen Grundrechts auf Versammlungsfreiheit, wie wir es im Wendland seit Jahrzehnten kennen. Während die 20 Verantwortlichen für neunzig Prozent des Raubbaus an der Erde, für Krieg, Flucht und Vertreibung, die Waffenhändler und Hungerprofiteure dieser Welt in Hamburgs Luxushotels absteigen und auf den Balkonen Hamburger Bürger ihre Scharfschützen postieren, sollen den Teilnehmern des Gegengipfels für Globale Solidarität, den Demonstranten von „Gemeinsam gegen G20“ solidarische Camps und selbstorganisierte Strukturen verwehrt werden. Und der Hamburger Senat, der sich größenwahnsinnig den G20-Gipfel für seine an der Vernunft der Hamburger gescheiterte Olympiabewerbung eingehandelt hat, lässt in Hamburgs Szenevierteln grundgesetzfreie „rote Zonen“ einrichten, in denen die kollektive freie demokratische Meinungsäußerung in der ach so Freien und Hansestadt plötzlich nicht mehr erlaubt ist.

Aber eines sollten uns Trump, Putin und Erdogan doch gelehrt haben: was sind denn all die anderen Bürgerrechte am Ende noch wert, wenn uns erst das Recht auf öffentlichen Widerspruch genommen ist?

Camp & Festival

Internationalistisches Anti-Atom-Sommercamp und Free Flow Festival in Gedelitz am 7.-16. August 2017

Neuer Flyer

NDR zu 40 Jahre

Martin Donat im Interview, Beitrag zu 40 Jahre Gorleben:

Abschalten!

Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kommission am Ende