Willkommen zur Gorleben Rundschau

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Editorial der Ausgabe Juli / August 2016

Martin Donat

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg

Manchmal mag man einfach nicht mehr. „Reif für die Insel“ heißt das auf der Arbeit. Im Wendland herrscht nach der Kulturellen Landpartie eine solche Stimmung. Tausende Demonstrant/- innen haben ihre Ablehnung der Atommüllpläne auf der Widerstands-Partie bezeugt und Zehntausende ihre Solidarität in Dörfern und Scheunen bekundet. Es war schön, es war wild, kunstreich und aufregend. Es sind hoffentlich alle klüger, froher und satt geworden und haben ein warmes Bett gefunden. Aber dann ist auch irgendwie der Saft raus. Aufräumen noch, und dann: Schluss.

Im Wendland könnten wir gar nicht ohne das Thema Gorleben leben, wurde uns von anderer Seite unterstellt. Das sollte perfide nahelegen, das Thema sei eigentlich schon längst erledigt und uns der Lächerlichkeit preisgeben, weil wir’s noch nicht gemerkt hätten. Das ist aber in jeder Hinsicht weit gefehlt: Gorleben ist leider in Wirklichkeit ganz oben auf der Tagesordnung; aber uns hängt es nach 40 Jahren Widerstand so was von zum Halse raus. Und zwar nicht so wie „urlaubsreif“, sondern im Sinne von „jetzt reicht’s aber“. Manchmal hat man nach 40 Jahren ganz einfach die Schnauze voll.

So, wie wenn 70 Jahre nach Kriegsende plötzlich wieder irgendwelche hässlichen Dumpfbürger Homophobie, Rassismus und Duckmäusertum predigen. Oder eben, wenn smarte Politstreber aus der Generation Golf sich im Glanze greiser Atombosse suhlen und uns als Neuigkeit zum zigsten Mal die unsägliche „Gorleben- Kommission“ der 80er als „Bürgerbeteiligung“ unter die Nase reiben wollen. Das ganze alte Lügengebäude aus Willkürentscheidungen, Einflussnahmen und Gefälligkeitsgutachten wird da aus staubigen Trümmern des Untersuchungsausschusses Gorleben mit Knete, Speichel und Schleim wieder zusammengeklebt. Das hat dann mit „mögen“ nicht mehr viel zu tun. Das ist einfach nur widerlich und eher hochsensibel. Und zwar nicht im Sinne eines Burnout, sondern eher: „Fass mich nicht an, sonst knallts!“ Das war das Gefühl des letzten Castortransports 2011. Keinen Schritt weiter und auch nicht bis hierhin.

Wenn Sie also in der Sommerpause ihren Blick über die wiegenden Getreidefelder schweifen lassen, vergessen Sie nicht den Satz: Die Ruhe auf dem Lande ist oft nur stille Wut.

 

5.7.: Auf nach Berlin!

Die Atommüll-Kommission ist vorbei, Gorleben bleibt im Auswahlverfahren der Endlagerstandorte: Es ist Zeit für ein weiteres Zeichen: Nicht mit uns!
-> Infos hier

Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kampagnen

Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.