Willkommen zur Gorleben Rundschau

Die Gorleben Rundschau ist das kostenlose Mitteilungsblatt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. Diese Seiten sollen die gedruckte Ausgabe der Gorleben Rundschau ergänzen und Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben, sich mittels unserer Links weitergehend zu informieren.

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Editorial der Ausgabe Mai / Juni 2016

Martin Donat

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg

Ein Menschenleben lang quält uns Sterbliche schon die Hochrisikotechnologie der unsterblichen Atomkraft. Da es kein Endlager gibt, hätte man niemals in die Nutzung der Atomenergie einsteigen dürfen, verkündete einst der letzte Umweltminister Peter Altmaier im Wendland und dankte dem dortigen Widerstand. Eine, die es ihm und allen Regierenden frühzeitig, rechtzeitig und unbequem gesagt hatte, war die Weltbürgerin Marianne Fritzen, Mitbegründerin und Gründungsvorsitzende der Bürgerinitiative; friedlich, mutig, fair und konsequent stritt sie für eine bessere Welt ohne Atom. Von einem „erfüllten Leben“ schreiben befreundete Initiativen in der Republik, denen sie mit ihrer natürlichen Art und Festigkeit Mut zum Widerstand machte. „Ich werde es wohl nicht mehr erleben“ sagte sie oft in weiser Voraussicht und meinte den vollendeten Atomausstieg und die Abkehr vom Irrweg Gorleben. Noch Ende Januar erhob sie dabei vehement ihre kluge Stimme auf der Fachtagung der BI. Rebecca Harms, Mariannes langjährige Freundin und Mitstreiterin, erinnert an die große alte Dame, die in diesem März von uns gegangen ist. Wir werden in ihrem Geiste weitermachen. Versprochen!

Wolfgang Ehmke macht den großen Schwenk von der willkürlichen Standortbenennung Gorlebens bis zur aktuellen Kommission, die weder die Fehler der Vergangenheit aufgearbeitet, noch eine gesellschaftliche Debatte angestoßen hat, sondern von alternativen Lageroptionen unbeirrt den bislang stets gescheiterten Pfad der tiefengeologischen Endlagerung fortsetzt. Seit der Monaco-Konferenz 1959, auf der auch noch Verklappen und Versenken von Atommüll im Meer propagiert wurde, wird Salz in Deutschland als exzellentes Endlagermedium gefeiert. Aus den USA kommen nun kritische Töne, die uns an die havarierten Endlager Morsleben und Asse denken lassen.

Nachdem auch die Endlagerkommission 40 Jahren rein informeller Beteiligung der Bevölkerung ohne jede Ergebniswirksamkeit einen weiteren simulierten gesellschaftlichen Verständigungsprozess hinzufügen möchte, erklärt Ulrike Donat, was aus Sicht von Konfliktberatung und Mediation essentielle Elemente einer demokratischen Bürgerbeteiligung wären, die dieses Etikett verdient. Der Geologe Ulrich Kleemann erklärt uns als Mitglied der Endlagerkommission, wie diese sich das weitere Verfahren der Endlagersuche vorstellt und welche Regionen betroffen sein könnten.

Während die Stromrebellin Ursula Sladek von EWS-Schönau und Matthias Willenbacher, Mitbegründer der juwi AG und Buchautor, engagierte Plädoyers für Dezentralisierung und Energiewende halten, mahnt Hermann Klepper zur Bescheidenheit, die als „Suffizienz“ auf dem Weg in eine nachhaltige Gesellschaft Energiewende und Effizienz begleiten muss.

So danken wir im Angesicht von Enkeln und Urenkeln den vielen lieben und verantwortungsvollen Menschen, die uns auf unserem langen Weg in eine lebenswerte Zukunft begleiten und begleitet haben.

 

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„Energiewende retten!“

2. Juni: Demo in Berlin

Kampagnen

Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.