Willkommen zur Gorleben Rundschau

Die Gorleben Rundschau ist das kostenlose Mitteilungsblatt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. Diese Seiten sollen die gedruckte Ausgabe der Gorleben Rundschau ergänzen und Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben, sich mittels unserer Links weitergehend zu informieren.

Außerdem können hier Leserbriefe zu einzelnen Artikeln geschrieben und Lob, Kritik und Anregungen gepostet werden. Auf diese Weise kann die Website zur Interaktion zwischen Bürgerinitiative, Redaktion und Leserinnen und Lesern beitragen.

Die Druckausgabe der Gorleben Rundschau erscheint alle zwei Monate und wird an interessierte Leserinnen und Leser kostenlos verschickt. Sie kann hier per Kontaktformular bestellt werden und wird ab der folgenden Ausgabe zugestellt..

Die Zeitschrift und diese Website werden von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg herausgegeben bzw. betrieben. Ihr könnt per E-Mail Kontakt zur Redaktion der Gorleben Rundschau aufnehmen.

Editorial der Ausgabe Januar / Februar 2018

Martin Donat

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg

Mit einem Castortransport neigt sich das immer noch nukleare Jahr 2017 zuende. Ja, Sie haben richtig gelesen: Noch schnell vor Weihnachten brachte der Staats-Atomkonzern EnBW den bereits fünften und vorerst letzten Transport auf dem Neckar von Obrigheim nach Neckarwestheim, nachdem Hochwasser die risikofreudige Verschiffung von  69 hochradioaktiven plutoniumhaltigen Brennelementen durch dichtbesiedetes Gebiet für Wochen verhindert hatte. Derweil veröffentlichte das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit ein buntes Mitmachheft in welchem nach dem Prinzip „Ene mene muh…“ ein Endlager in Deutschland gesucht werden soll (allen Ernstes!) Sehen Sie es mir nach, dass mein Kopf gleich „… und wie alt bist du?“ assoziierte und über die über 40 Jahre Gorleben nachsann: schon älter, als das Zwischenlager und die Lagerbehälter überhaupt genehmigt sind.

Auf den Klimakonferenzen tauchten jetzt neuerdings vermehrt Fake-Umweltinitiativen aus dem „anglophonen“ Raum und Lobbyisten der IAEO auf, die Schwellenländern weismachen wollen, „saubere Kohle und Atom“ seien „ethisch“ gebotene Alternativen. Dank internationalen Aktivist/-innen aus den verseuchten Uranabbauregionen und den betroffenen Gebieten, sowie der breiten Koalition „Don’t nuke the climate“, die von Günter Hermeyer von der Bürgerinitiative seit Beginn des Jahres koordiniert wurde, gelang es vor Ort, an den Pavillions der Atomlobby dringend gebotene Gegeninformation und kritische Öffentlichkeit zu erzeugen.

Auch auf Veranstaltungen zur Endlagersuche erscheinen neuerdings gerne die „Nuklearier“, in die Jahre gekommene Ingenieure der Atomindustrie, denen es noch nicht reicht, die Überreste ihrer einst so einträglichen Hybris-Spiele der gesamten Gesellschaft und allen zukünftigen Generationen aufzulasten, sondern die nun auch um ihr Lebenswerrk bangen und mittels kruden Phantasien von Partitionierung und Transmutation versuchen, den Zugriff auf das Wirtschaftsgut Atommüll zu wieder zu erlangen. Die Reaktorgeneration IV lässt grüßen.

Was tun wir dagegen? Alles und noch viel mehr. Die Gorleben Rundschau in frischem neuen Layout; in neuem Papier für sattere Farben und dennoch alles Umweltschutzpapier und Umweltdruckerei (ja, das geht!); neu und regelmäßig im Feuilleton: die Vorstellung von Literatur zu unsren Themen und  die Besprechung eines Protestsongs (zum Nachsingen natürlich!); (fast) immer das Büro geöffnet, und natürlich sehen wir uns: schon beim Neujahrsempfang oder auch sonst bei zahlreichen nachhaltigen Outdoor-Aktivitäten. Machen Sie doch auch mal eine!

 

 

Fukushima-Jahrestag

Kampagnen

Atomtransporte rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.

Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
zu den Videos

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