Willkommen zur Gorleben Rundschau

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Editorial der Ausgabe Mai / Juni 2018

Martin Donat

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg

Da ist sie endlich wieder, die freundliche Sonne, und teilt überreichlich aus. Ihre Strahlen wärmen Wasser und Boden, lassen Pflanzen sprießen, Winde wehen und schaffen in Kooperation mit der fruchtbaren Erde Nahrung, Energie und Baumaterial für Milliarden von Menschen. Eigentlich wäre alles im Überfluss vorhanden, und wir Sterblichen könnten in einem Paradies auf Erden leben – wäre da nicht die alte Geschichte von Kain und Abel und die allgemeine menschliche Gier. Einige wollten schon immer (bedeutend) mehr als andere haben und strebten nach der Macht. Sprachlich lässt sich das Wort Macht durch Gewalt ersetzen: Mit Gewalt wurden Menschen und Völker unterworfen, mit Gewalt wurden Nationen erschaffen, mit Gewalt Territorien ausgedehnt und nur mit dem Monopol auf Gewalt lassen sich hochkomplexe Staatsgebilde durch die Zeiten erhalten. Mit Gewalt wurden auch Bodenschätze und fossile Energieträger der Erde entrissen, um den Luxuskonsum eines geringen Teils der Menschheit zu bedienen. Da sollte es nicht verwundern, dass nun auch die ewig Zweiten ihren Teil des Kuchens abhaben möchten. Wir berichteten bereits, aber jetzt war es eine Meldung wert: Zar Putin baut Sultan Erdogan sein erstes Atomkraftwerk. Und zeitgleich möchte Präsident Trump das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen. Und was ist unsere Rolle dabei? Wie wir es seit Tausend Jahren als Kaufleute gewohnt sind, liefern wir der einen Seite Schwerter und der anderen Schilde und schöpfen die aus diesen Ländern fliehenden gutausgebildeten Arbeitssklaven ab. Klagen tun wir erst, wenn das Elendsproletariat und die Kriegstraumatisierten unseres Handel(n)s an unsere Haustüren klopfen und ihren Anteil an dem von ihnen geraubten Erdölreichtum fordern.

Und in Europa? Während in den ersten Ländern das postnukleare Zeitalter näher rückt, spitzt sich erwartungsgemäß die Atommüllsituation zu. In den ersten Nationen sollen Entscheidungen über ein Endlager gefällt werden. Hieß es noch im August, Endlagerung sei für die Schweden kein Problem, so stoppte im Januar ein Umweltgericht das Konzept der Atomindustrie als „nicht genehmigungsfähig“. In der Schweiz konnten bis zum März die Einwendungen gegen die Auswahl an Standortregionen für ein Tiefenlager an der deutschen Grenze eingereicht werden, und es zeigt sich, dass besonders deutsche Anliegergemeinden sich nicht ausreichend beteiligt sehen. Auch in Tschechien soll dies Jahr die Einengung auf vier Standorte erfolgen, und wieder sind es Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung, die auf der Strecke bleiben. Es ist die individuelle und kollektive Selbstbestimmung der Menschen, die sich erst in der jüngeren Geschichte mit den staatsrechtlich komplizierten Gebilden der jeweiligen Demokratien Einfluss verschaffen konnte, welche all diesen Entwicklungen konträr läuft. Es ist auch nur die Selbst- und konsequente Mitbestimmung der betroffenen Menschen, die all diesen gewalttätigen Bestrebungen die Stirn bieten und auch für das postnukleare Zeitalter einen verantwortlichen Umgang in Aussicht stellen kann.

 

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
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