Willkommen zur Gorleben Rundschau

Die Gorleben Rundschau ist das kostenlose Mitteilungsblatt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. Diese Seiten sollen die gedruckte Ausgabe der Gorleben Rundschau ergänzen und Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben, sich mittels unserer Links weitergehend zu informieren.

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Editorial der Ausgabe Juli / August 2018

Martin Donat

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg

Mit einem sehr traurigen Ereignis begann dieser ungeheure Sommer: Unser Freund und Mitstreiter Francis starb plötzlich und überraschend. Er ging, wie er gelebt hatte: leise, sanft und bewusst und ganz nah an der Mutter Erde. Wir verabschiedeten ihn, wo er uns verließ – an den Atomanlagen im Gorlebener Wald. Unter dem Eindruck seines Todes hat auch die Orga-Gruppe beschlossen, das diesjährige Sommercamp in Gorleben abzusagen.

Wie zum Andenken an seinen suffizienten Lebensstil passte die Veranstaltung „Buen Vivir – das Recht auf ein gutes Leben“ mit dem Wirtschaftswissenschaftler Alberto Acosta Espinosa, dem Wachstumskritiker Prof. Niko Paech und der „Stimme Lateinamerikas“ Gruppo Sal, die von der WachtumsWende Wendland, der ANU (Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt) und der BI veranstaltet wurde.

Während die Sonne industriell klimaverwandelt den Bauern die Existenzen verdörrt, ist auch die atomindustrielle Entsorgung nun in die erste heiße Phase gestartet: Lückenhafte Geodaten aus den Bundesländern sollen mit den Daten der am besten erkundeten geologischen Formation der Welt verglichen und Ausschlusskriterien zur Anwendung gebracht werden, die – angeblich abstrakt – mit eben diesem konkreten Salzstock Gorleben vor Augen entwickelt wurden. Derweil die politisch Verantwortlichen vorerst das Heft des Handelns an die Behörden delegiert haben, stellt sich für uns Betroffene die Frage, wie sinnvoll unsere Beteiligung an Sitzungen des Nationalen Begleitgremiums sein kann, wenn dieses womöglich nur als Pufferzone für unsere Kritik dient und überhaupt keinen relevanten Einfluss auf die Rahmenbedingungen und das Verfahren einer von Vorfestlegungen dominierten Endlagersuche ausübt. Dennoch bringen wir uns punktuell dort ein, weil wir die Verantwortung verspüren, derzeit noch exemplarisch und stellvertretend auch für alle zukünftig in den Fokus genommenen Standorte zu stehen. Im Gegensatz zu diesen, denen am Ende gerade noch drei Monate zur wissenschaftlich fundierten qualifizierten und einmaligen Stellungnahme verbleiben werden, schauen wir aber schon auf 41 Jahre Erfahrung mit Verfahren simulierter Öffentlichkeitsbeteiligung zurück und haben unsere Anforderungen an ein solches Verfahren schon längst im Konsens mit Standortinitiativen der gesamten Republik formuliert. Für uns gilt, was immer galt: Gorleben ist überall!

Eines noch zum Schluss: Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die diese Tage Sonne, Wind und Meer grenzenlos freizügig genießen dürfen, wenden Sie doch bitte auch einen Augenblick Ihre Aufmerksamkeit denjenigen unglückseligen Kriegs- und Klimaopfern und Leidtragenden einer ausbeuterischen Wirtschaftspolitik zu, die man nun in euphemistischen „Transitzentren“ zu ihrer „beschleunigten Rückführung“ internieren will nachdem man deren Seenotrettung schon schleichend kriminalisiert hat. Vielleicht haben Sie für diese Menschen ja auch noch „ein bisschen übrig“ … Nieder mit den Mauern in den Köpfen! Eine bessere Welt ist möglich!

 

 

Anti-Atom-Treck

Bure ist überall

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Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
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