Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

"Debatte um andere Zwischenlager für die hochradioaktiven Abfälle – ein Beschwichtigungsmanöver"

BI Umweltschutz reklamiert das Ende der Atommüllproduktion
Die Debatte um die Einrichtung von kraftwerksnahen Zwischenlagern oder die Ausweitung der Endlagersuche auf andere Bundesländer hält die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) für ein Beschwichtigungsmanöver. Wenn der wachsenden Zahl von Menschen, die in diesem Jahr zu Hunderttausenden zwischen Krümmel und Brunsbüttel, in Berlin und im Wendland gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und Gorleben als Endlagerstandort auf die Straße gegangen sind, lediglich ein anderer Zwischenlagerstandort angeboten wird, dann sei die Botschaft der Demonstranten deutlich missverstanden worden, schreibt die BI. „Solange der Kernkonflikt, die Fortsetzung des atomaren Abenteuers und damit die weitere Anhäufung von Atommüll, nicht ausgeräumt wird, wird sich die Lage nicht mehr beruhigen“, prophezeit die Bürgerinitiative. Dazu passe ein Fundstück, ein Interview mit dem niedersächsischen Ministerpräsident Mc Allister (CDU) in der WELT, das die BI um eine entscheidende Passage erweitert hat, nämlich um das Statement ihres Pressesprechers Wolfgang Ehmke.
DIE WELT: Im Moment engagieren sich die Menschen, siehe Stuttgart, siehe Gorleben, eher gegen den Staat.
McAllister: Hier halte ich es mit Kennedy: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“ Wir sollten dafür werben, dass sich die Menschen wieder für etwas engagieren. Dafür brauchen wir attraktive Angebote. Wer sich freiwillig engagiert, sollte besser behandelt werden als einer, der das nicht macht.
Wolfgang Ehmke: Hier halten wir es mit McAllister, wir werben schon länger freiwillig dafür, dass sich noch mehr Menschen für etwas engagieren. Zum Beispiel für den forcierten Ausbau der Erneuerbaren Energien und das Ende der Atomstromproduktion, zum Beispiel durch den Wechsel des Stromanbieters. Wir streiten für ein ganz anderes Demokratieverständnis, nämlich für echte Bürgerbeteiligung, das ist gut für unser Land. Entschieden wehren wir uns gegen hohles Gerede von Dialog und Transparenz, während gleichzeitig mit dem weiteren Ausbau des Endlagerbergwerks in Gorleben vollendete Tatsachen geschaffen werden: Das ist nicht attraktiv.

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06

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