Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Röttgens Starrsinn

BI Umweltschutz kündigte näXte Demo an

Trotz des heftigen Widerstands gegen den Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben und den weiteren Ausbau des Atommüllendlagers im benachbarten Salzstock gibt sich der Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) unbeeindruckt: Er sieht keinen Grund, den Bau zu stoppen und verweist auf den Beschluss der Vertreter aller 16 Bundesländer, die Mitte November beschlossen hatten, bis Mitte 2012 an einem Entwurf für ein Endlagersuchgesetz zu arbeiten.
„Genau dieser politische Starrsinn Röttgens ist es, der uns empört und der zu dem Protest-Rekord im Wendland beigetragen hat“, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), Wolfgang Ehmke. Schon der Dialog-Versuch Röttgens war gescheitert, weil er erst vollendete Tatsachen mit dem Weiterbau in Gorleben schuf und dann mit den Kritikern reden wollte. „Ein Baustopp in Gorleben ist das Mindeste, um Vertrauen zu schaffen, aber auf dem Regierungsplaneten in Berlin ist man weit weg von der Wirklichkeit.“
Die atomkritische Mehrheit im Kreistag Lüchow-Dannenberg, die Naturschutzverbände, die Bäuerliche Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative Umweltschutz hatten anlässlich des 13. Castor-Transports die Aufgabe Gorlebens als Endlagerstandort gefordert, weil die angeblich „weiße Landkarte“ längst einen dunklen Fleck enthält, nämlich Gorleben. „Wir werden uns nach dem Demo-Geschehen nicht zurücklehnen, sondern im Schulterschluss mit diesem Bündnis und bundesweiter Unterstützung dafür sorgen, dass das Gorleben-Kapitel abgeschlossen wird“, so Ehmke.

Die nächste Demo findet am Sonntag um 13 Uhr am „Schwarzbau Gorleben“ statt.

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06

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