PRESSEMITTEILUNG
Gasförderung statt Atommülllagerung?
Das Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat der Mainzer „Geo Exploration Technologies“ (GET) die Erlaubnis erteilt, im Raum Prezelle nach Erdöl und Erdgas zu suchen. Das Terrain umfasst 160 Quadratkilomenter. Neben der Salinas GmbH, die statt der Atommüllendlagerung im Salzstock Gorleben dort Salz fördern will, gibt es nun mit der GET einen zweiten Player aus der Wirtschaft. Bisher stand der Salzstock in erster Linie geologisch und politisch in der Kritik. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Es wird immer schwieriger für die Befürworter Gorlebens.“
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sieht die Entwicklung mit gemischten Gefühlen.
„Einerseits ist klar, dass sich Gasförderung und ein Atommüllendlager nicht vertragen. Denn es wird bei der Gasförderung Erderschütterungen geben, die zu Rissen und Wegsamkeiten führen, über die Radionuklide an die Biosphäre gelangen. Andererseits muss sicher gestellt sein, dass es sich um einen konventionelle Gasförderung und nicht um Fracking handelt,“ unterstreicht die BI.
Das Suchfeld „Prezelle“ hat sich die Mainzer „Geo Exploration Technologies“ (GET) gesichert – bis Ende 2019. Es reicht bis zu 400 Meter an den Salzstock Gorleben heran. Die Pläne, dort ein Atommüllendlager zu errichten, sind bisher nicht aufgegeben worden.
„Diese Erlaubnis des LBEG hat uns überrascht. Wenn hinter dieser Entscheidung der Plan steht, dass Gorleben als Atommüllendlager aufgegeben werden soll, dann ist das ziemlich neu. Die Landesregierung ist aufgefordert, hier Klarheit zu schaffen.“
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
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