Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Erst demonstrieren, dann tanzen!

Gorlebentag auf der Kulturellen Landpartie

2017-02-18 Gorleben - 048

Die kulturelle Widerstandspartie 2018 startete am Pfingstfreitag, 18.05.18 ab 14.00 Uhr an den Atomanlagen Gorleben
Gorleben ist nicht nur identitätsstiftend für die Kulturelle Landpartie, Gorleben ist unverändert der „wunde Punkt“, denn solange der Salzstock Gorleben als potentielles Endlager nicht aufgegeben wird, muss politisch weiter Druck gemacht werden.
Deshalb lud die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) von 14.00 Uhr bis 1:00 Uhr zur kulturellen Widerstandspartie am Beluga-Dreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben ein. (53°01’48.0″N 11°20’31.9″E)
Viele KLP-Punkte blieben an diesem Tag geschlossen mit der Empfehlung, nach Gorleben zu gehen. Neu war in diesem Jahr sein, dass die Widerstandspartie eher „leise“ begann. Um 14 Uhr wurde zum „Gorlebener Gebet“ eingeladen und im Anschluss gab es auf der Hauptbühne („Belugabühne“) zwei Diskussionsrunden zum Thema Atomkraft, auf der sich Initiativen vorstellten. Gäste aus Frankreich, Russland, dem Hambacher Forst und des Klimacamps Rheinland nahmen zu „internationalen Energiekämpfen“ und zum notwendigen Ausstieg aus Kohle und Atom Stellung.
Wie im vergangenen Jahr wurde im „Klimarundling“ zu Fragen der Klimapolitik und dem möglichen eigenen Handeln informiert. Die Bäuerliche Notgemeinschaft startete zu den beliebten informativen Treckerrundfahrten.

„In diesem Jahr wird erst demonstriert und dann getanzt“, kündigte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an, um den politischen Charakter des Events zu betonen, am Ort der Empörung, bunt, frech und widerständisch.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

Kontakt

Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg 

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG