Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Bomben für die Welt

Rheinmetall produziert über eine Tochterfirma auf Sardinien Munition, unter anderem panzerbrechende Geschosse aus abgereichertem Uran.
in Unterlüss baut Rheinmetall Panzer, die zum Beispiel das türkische Militär gegen die Bevölkerung in Afrin einsetzt: in den vergangenen Jahren hat das Rüstungsunternehmen eine Reihe von Tochterfirmen in anderen Staaten gegründet. Auf diesem Weg umgeht RWM (= Rheinmetall Waffe und Munition) die ohnehin viel zu dürftigen Beschränkungen von Rüstungsexporten durch deutsche Gesetzgebung. In Domusnovas auf Sardinien produziert RWM Italia S.p.A., eine hundertprozentige Rheinmetall-Tochter, mittel- und großkalibrige Munition sowie Gefechtsköpfe. Besondere Werbung machen sie auf internationalen Rüstungsmessen für ihre „Penetrationsbomben“. Getestet werden diese panzerbrechenden Waffen mit abgereichertem Uran auf einem riesigen Schießplatz auf Sardinien.

Gegen diese Tests und gegen die Produktion dieser tödlichen Ware hat sich in den letzten Jahren vielfältiger Widerstand entwickelt.
Die Aktivistin Stefania C. vom  „Netzwerk no basi – nicht hier und auch nicht anderswo!“ kam ins Wendland berichtete am 25. Juli auf einer Veranstaltung in Meuchefitz darüber. Die Kooperationspartner der Veranstaltung waren die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Kontakt

Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg 

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG