Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Verbot aller Urantransporte gefordert

Anlässlich der Blockade eines Urantransportes in Rheinland-Pfalz am Samstag (1. September 2018) hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) – die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. ist Mitglied – erneut ein sofortiges Verbot aller Urantransporte gefordert. Der BBU kritisiert, dass trotz aller Risiken nach wie vor zahlreiche Urantransporte mit der Bahn und mit Lastwagen quer durch das Bundesgebiet rollen. So erfolgen zum Beispiel häufig Urantransporte von Hamburg, nachdem das Nuklearmaterial mit Schiffen den Hamburger Hafen erreicht hat, nach Frankreich und zwischen der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) und Frankreich.

Auch die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) ist immer wieder Ziel und Abfahrtsort hochgefährlicher Uran- und sonstiger Atomtransporte. „Brennelemente aus Lingen ermöglichen den Weiterbetrieb der gefährlichen Atomkraftwerke in Belgien, in der Schweiz und in anderen Ländern. Das Land Niedersachsen und die Bundesumweltministerin Svenja Schulze sind in der Pflicht, derartige Transporte zu unterbinden“, so Udo Buchholz vom Vorstand des BBU.

In einer Pressemitteilung der „Aktionsgruppe von der  Urantransportblockade Moseltalbrücke“ heißt es zur Aktion vom Samstag:
„Am Samstag um 5.30 Uhr wurde die Bahnstrecke zwischen Koblenz und Trier  unterhalb der A61 gesperrt, da sich zwei Aktivistinnen mehr als 100 m von  der darüber liegenden Moseltalbrücke abgeseilt hatten. Unten waren  Menschen mit Transparenten wie „Atomtransporte stoppen –  Urananreicherung stilllegen“ auf den Schienen. Damit wurde ein  Urantransport, der sich zu dem Zeitpunkt im Güterbahnhof in Koblenz  befand und innerhalb der nächsten Stunde über Trier nach Narbonne in Frankreich weiter fahren sollte, um etwa 7 Stunden verzögert. Mit  direkten Aktionen wie dieser wird in den reibungslosen Ablauf der  kritisierten Atomtransporte eingegriffen, um auf sie aufmerksam zu machen.“

Fotos der Aktion in RLP am Samstag zur freien Verfügung im Anhang bzw. unter
fotostrecke-abseil-blockade-von-der-moseltalbruecke

Quellenangabe: www.urantransport.de

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet  unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die
Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72  <http://www.facebook.com/BBU72>. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str.  55, 53113 Bonn.

Kontakt

Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg 

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG