Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Die Mauer wankt

Der geplante Abriss der Festungsmauer rund das Endlagerbergwerk in Gorleben nimmt jetzt Gestalt an. Die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat die Abrissmaßnahmen und die Neugestaltung des Geländes europaweit ausgeschrieben.

Demnach ist die Vergabe für das 2. Quartal 2019 geplant. „Die Ausführung der Bauleistungen vor Ort ist im IV. Quartal 2019 zu beginnen und innerhalb von 12 Wochen fertigzustellen“, heißt es in der Ausschreibung.

Offen ist immer noch, ob die BGE bereit ist, ein Mauersegment als „Denkmal für die verkorkste Endlagersuche“ stehen zu lassen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hatte die Behörde darum ersucht.

Der Mauerrückbau ist schon lange geplant, ändert aber nichts an der kritischen Haltung der BI, die den Rückbau der Infrastruktur über Tage als „Oberflächenkosmetik“ bezeichnet.

Das Bergwerk wird unter Tage im Stand-by-Betrieb konserviert und kann im Laufe der Endlagersuche „schnell wieder aus dem Hut gezaubert werden“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wir gehen davon aus, dass an anderen Orten im Rahmen der Endlagersuche für die untertägige Erkundung keine Bergwerke ausgebaut werden, schon deshalb ist die gegenwärtige Endlagersuche mit Gorleben im Huckepack nicht fair.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

2019_02_01zitat

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