PRESSEMITTEILUNG
Rücktritt als Weckruf: Fehlende „Augenhöhe“
Einer der „Bürgervertreter“ im Nationalen Begleitgremium (NBG) gibt auf. Professor Hendrik Lambrecht hat sich aus der Arbeit dieses Gremiums, das bei der Endlagersuche zwischen Behörden, Parteien und der Zivilgesellschaft vermitteln soll, zurückgezogen.
Der Rücktritt ist aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ein „Weckruf“ an den Gesetzesgeber und Bundesbehörden, die mit der Suche nach einem Atommüllendlager betraut sind, denn Lambrecht fordert bei der Endlagersuche schlicht „Augenhöhe“ aller Beteiligten und Fairness. Schon im NBG sah er dieses nicht als gegeben an.
„Die gleichen Probleme wie Arbeitsüberlastung, fehlende finanzielle Ausstattung für die wissenschaftliche Beratung und die notwendige Koordination werden auch auf all diejenigen aus der Zivilgesellschaft zukommen, die kein Amt, keine Behörde, keine Firma im Rücken haben, um bei den kommenden Teilgebiets- und Regionalkonferenzen auf Augenhöhe mithalten zu können,“ gibt die BI zu bedenken.
Bereits im kommenden Jahr könnte eine entsprechende Anforderung auch auf Behörden, Vertreter öffentlicher Belange, Bürgerinitiativen und Einzelpersönlichkeiten aus den Regionen zukommen, die aus der Endlagersuche nicht ausgenommen werden.
Dass sogar im NBG ein derartiges Gefälle auftreten würde, sei „alarmierend“ – so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Lambrecht hatte mit seinem Rücktritt eine Diskussion anstoßen wollen. Zu hoffen sei, dass ihm das gelingt.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06
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