Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

gorlebenstopp

Gorleben geht gar nicht!

Wasser drüber, Gas drunter – das war im Kern bereits bekannt, als im Februar 1977 der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein „nukleares Entsorgungszentrum“ bestimmte. 

Sobald weitere Regionen für eine übertägige Erkundung bei der Standortsuche benannt werden – das könnte schon in den nächsten drei Jahren passieren – wird man heimlich oder offen nach Gorleben schielen. Denn das Bergwerk dort wird Stand-by gehalten und spielt im neuen Endlagersuchgesetz eine gesonderte Rolle.

Lügen und Verfahrenstricks prägten den Ausbau Gorlebens als Atommüllendlager, um miese geologische Befunde zu überspielen. Sicherheitsanforderungen wurden immer wieder an die vorgefundenen geologischen Gegebenheiten angepasst.

Öffentlichkeit gab es lediglich „durch die Straße“ – ein richtiges Genehmigungsverfahren mit Anhörungen und Klagerechten für die Errichtung eines Endlagers wurde permanent unterlaufen und gleichzeitig wurde eine Aktenlage pro Gorleben konstruiert, auf die heute zurückgegriffen werden kann.

Flankiert wurde dieses Vorgehen durch jahrzehntelange Einschüchterung und Kriminalisierung der Menschen, die sich für das Ende der Atomkraftnutzung und Gorlebens als ungeeignetem Endlagerstandort einsetzen. Das lässt sich nicht „heilen“ durch ein neues Verfahren, in dem Gorleben als bisher einziger Endlagerstandort gesetzt bleibt. Mit Gorleben als  „schwarzem Fleck“ von Beginn an bei einer angeblich „weißen Landkarte“ ist das neue Endlagersuchverfahren eine Farce.