PRESSEMITTEILUNG
Rückbau Gorleben: Es kann losgehen
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat den Auftrag zum Rückbau des Bergwerks Gorleben vergeben. Mitte 2024 könne laut BGE- Presseverlautbarung die Baustellenarbeit beginnen. Am 9. August 2023 wurde der Zuschlag durch die BGE erteilt. Demnach würden lediglich drei Jahre für die Verfüllarbeiten veranschlagt.Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) spricht in einer ersten Stellungnahme von einer „wirklich guten Nachricht“, der Zeitplan sei jedoch „sehr ambitioniert.“ Ihr Sprecher Wolfgang Ehmke merkt jedoch an, dass beim Rückbau des Bergwerks auch Naturschutzbelange zu berücksichtigen seien: „Wir haben vorsorglich der BGE einen entsprechenden Katalog schützenswerter Flora und Fauna zukommen lassen, damit der Rückbau endlich beginnen kann.“
Wünschenswert sei hingegen der Erhalt des Mauerteils, der beim Rückbau der Überwachungsanlagen stehen blieb. „Dieser Mauerrest mit den Graffiti, den von der bewegten Geschichte der Gorleben-Auseinandersetzung zeugen, muss ein Denkmal für die industriepolitische Fehlentwicklung des letzten Jahrhunderts werden. Schließlich bleibt nach der Abschaltung der Atomkraftwerke der Müll. Die Suche nach einem Endlager wird sich noch Jahrzehnte hinziehen, für die Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle müsste inzwischen mit 100 Jahren gerechnet werden. Drei Generationen haben von Atomstrom profitiert, 30.000 Generationen dürfen sich mit den Folgen herumschlagen“, so Ehmke.
In dem Vergabeverfahren für den Rückbau setzte sich demnach eine Bietergemeinschaft durch, bestehend aus den Firmen Redpath Deilmann GmbH (Dortmund) und Thyssen Schachtbau GmbH Deutschland (Mülheim an der Ruhr). Der Beginn der Baustellenarbeiten vor Ort kann nach Vorliegen der bergrechtlichen Genehmigungen, nach derzeitiger Terminschätzung ca. Mitte 2024, erfolgen. Voraussetzung ist die bergrechtliche Genehmigung.
Für das Verfüllen des Bergwerks soll das Salz von der Salzhalde verwendet werden, die beim Ausbau des Bergwerks aufgefahren wurden. Die BI: „Das wird nicht reichen, es wäre gut, wenn die BGE zu all diesen Fragen einen Infoabend vor Ort einrichtet.“ Auf jeden Fall würden die Sonntagsspaziergänge an den Atomanlagen bis zum Ende des Rückbaus fortgesetzt.
Wolfgang Ehmke/ BI-Büro Rosenstr.20/ 29439 Lüchow/ 0170 510 56 06
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