Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Elbe-Reststrecke: „Null-Variantencheck“ gefordert

Zum zweiten Workshop „Varianten-Check“ lädt die Geschäftsstelle Gesamtkonzept Elbe für den 16. Mai ins Kultur- und Tagungszentrum Verdo in Hitzacker ein. „Leider hat der Veranstalter aus dem Auftaktworkshop nicht gelernt,“ kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI)

„Die Kontroverse um dieses Vorhaben begrüßen wir, aber es hätte in Form von Rede und Gegenrede erfolgen müssen“, meint BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Immerhin gehe es um die Frage, ob die sog. „Elbe-Reststrecke“ zwischen Dömitz und Hitzacker überhaupt ausgebaut werden muss.

Es kämen als Referentinnen und Referenten nur die Behördenleute zu Wort. Die Veranstaltung sei für die interessierte Öffentlichkeit zudem nicht öffentlich, nur geladene Vertreterinnen und Vertreter von Umweltverbänden hätten Zutritt.

Die Dokumentation der ersten Dialog-Veranstaltung habe gezeigt, dass die WSV (Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung) Elbe alle kritischen Fragen zur Notwendigkeit des Ausbaus nur in ihrem Sinne dokumentiert hätten, obwohl der Güterverkehr auf der Elbe faktisch keine Rolle mehr spielte, weil es Alternativen mit dem Elbeseiten-, dem Mittelland- und Elbe-Havel-Kanal gebe. Die BI: „Verkehrliche Alternativen wie zweilagige Containerschiffe, die problemlos Kanal-Brücken passieren könnten, oder eine stärkere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene wurden nicht aufgegriffen.“

Die BI betont: „Anlässlich des 5. Elbe-Symposiums am 7. Oktober forderten die Umweltorganisationen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), NABU, WWF und die Bürgerinitiative Pro Elbe in der gemeinsamen „Dessauer Elbe-Erklärung“ einen Paradigmenwechsel im Umgang mit der Elbe und ihrer Flusslandschaft. Vorrangig gilt es das Naturerbe Elbe – die Auen und die Flusslandschaft – sowie das Kulturerbe zu sichern. Danach muss sich auch die Nutzung des Flusses ausrichten.“

Zum „Variantencheck“ gehöre u.a. eine „Nullvariante“, die es möglich machte, Wassersport und Fischerei zu erhalten, aber darauf zu verzichten, dass durch einen starken Eingriff in den Flusslauf der Erhalt des Flusses als Naturraum gefährdet wird.

Wolfgang Ehmke, 0170 510 56 06

Foto BI Umweltschutz

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