PRESSEMITTEILUNG

Sind die Castorbehälter dicht? Atommüllbehälter in Lubmin werden geprüft

„Was geht in Lubmin, was nicht in Gorleben? Das war unser erster Gedanke, als wir den NDR-Bericht zur Überprüfung von Castorbehältern in Lubmin lasen“, schreibt Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Im Zwischenlager an der Ostsee lagern 74 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen, Betreiberin des Zwischenlagers sind die Energiewerke Nord (EWN). Vor Ort wird nun die Dichtheit aller eingelagerten Atommüllbehälter überprüft, und zwar mit Strahlungsmessungen an verschiedenen Stellen mit einer bestimmten Wiederholgenauigkeit, erläutert Dr. Michael Wagner von der TU Dresden. Das Messgerät, ein automatisierter Roboter, ist so programmiert, dass es auch nach Jahren dieselben Positionen erneut messen kann.

Hintergrund ist, dass die EWN einen Antrag gestellt hat für den Neubau einer Halle mit einer Wand- und Deckenstärke von 1, 60 Metern – wovon, so die BI, man für Gorleben nur träumen würde. Die Betreiberin des Zwischenlagers in Gorleben, die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), könnte sich sowohl bei der Überprüfung der Behälter also auch bei der Robustheit des geplanten Neubaus eine Scheibe davon abschneiden. Denn auch in Gorleben steht bekanntlich eine Neugenehmigung des Atommülllagers an – die jetzige Anlage verliert 2034 die Genehmigung.

Wolfgang Ehmke, BI Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

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