PRESSEMITTEILUNG
Erneut Vorfälle in Belgien: Drohnen über Flughafen und jetzt auch über einem Atomkraftwerk
In Belgien hat es erneut Vorfälle mit Drohnen unbekannter Herkunft gegeben. Es gab Sichtungen über dem Flughafen Lüttich sowie dem AKW Doel in der Nähe von Antwerpen, berichtet die Tagesschau. Über dem AKW wurden demnach drei Drohnen gesichtet. Zuletzt hatten Drohnen über den Flughäfen Hannover und Bremen für die Sperrung des Luftverkehrs gesorgt.
„Wir möchten uns nicht ausmalen, was diese Entwicklung im Krisenfall für die oberirdischen Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland bedeutet,“ schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).
Die Zwischenfälle wären ein Weckruf für die Genehmigungsbehörden und die Betreiberin der Zwischenlager, die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), ihre Anlagen einem sofortigen Sicherheitscheck zu unterziehen.
„Erst recht mutet nun die Mauer, die derzeit um das Zwischenlager in Gorleben herum hochgezogen wird, völlig antiquiert an“, sagt dazu BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Beim traditionellen Sonntagsspaziergang gelang ein Schnappschuss: „Es zeigt, dass die Mauer keinerlei Schutz gegen Drohnen bietet. Die Mauer ist eine völlig verspätete und angesichts aktueller Bedrohungslagen wirkungslose Antwort auf Nine Eleven.“
Umso wichtiger ist aus Sicht der BI, dass bei einer Betriebsverlängerung aller Zwischenlager für die nächsten Jahrzehnte den neuen Bedrohungsszenarien Rechnung getragen wird.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
Foto BI Umweltschutz

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