Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pro-Atom – BI: „Ausgerechnet von der Leyen“

Zum Auftakt des Atomenergie-Gipfels hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) die Abkehr von der Atomkraft in Europa als einen „strategischen Fehler“ bezeichnet. Private Geldgeber, die in die Atomkraft investieren, sollten ihr Risiko abgesichert bekommen, und zwar in Höhe von 200 Mio. Euro.

„Ausgerechnet von der Leyen“, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) das Pro-Atom-Plädoyer für Atomkraft der EU-Kommissionspräsidentin, „so als hätte sie nie von ihrem Vater gehört, was er mit der Benennung Gorlebens als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) vor nunmehr 49 Jahren am 22. Februar 1977 angerichtet hatte.“

Der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU), ihr Vater, hatte unter dem Eindruck der Massenproteste bereits zwei Jahre später einen Rückzieher gemacht, das Kernstück des NEZ, eine Wiederaufarbeitungsanlage, sei „technisch zwar machbar, politisch aber nicht durchsetzbar“ konstatierte er. Zugleich hielt er an den Plänen zum Bau eines Endlagers im Salzstock Gorleben-Rambow fest, die nukleare Entsorgung sei vordringlich, schrieb er dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD).

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Er sah ganz deutlich das Atommüllproblem, in der Familie scheint sich das nicht herumgesprochen zu haben. Das ist grotesk und erinnert leider an Galgenpoesie.“

Dass die Atomkraft europaweit von nur noch knapp 15 Prozent betrage, sei im Übrigen auf die immensen Bau- und Entsorgungskosten zurückzuführen, zuverlässig und bezahlbar seien nur die Regenerativen, sagte der BI-Sprecher.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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