PRESSEMITTEILUNG
RWE und E.on in den Miesen – BI fürchtet Festhalten an Gorleben
Sie haben die Energiewende verschlafen und fahren derzeit keine Gewinne mehr ein: RWE und E.on leiden unter Gewinneinbrüchen, gleichzeitig bescheinigt ihnen der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in einem Stresstest dennoch die notwendige Solvenz, um den Rückbau von Atomanlagen und die nukleare Entsorgung zahlen zu können.
Angesichts der jüngsten Daten über die Gewinneinbrüche der Energieriesen ist jedoch Zweifel am Optimismus des Wirtschaftsministers angebracht. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sieht in der Expertise Gabriels nur noch ein Gefälligkeitsgutachten. Mit Blick auf die neuesten Quartalszahlen von RWE und E.on schlägt die BI Alarm: „Rette, was zu retten ist! Die Konzerne kalkulieren kühl ein, dass es bei ihnen für die Atommüllentsorgung nur wenig zu holen gibt und schieben die finanzielle Verantwortung auf den Staat, also die Steuerzahler.“ Dazu passe nicht, dass es trotzdem Ausschüttungen an die Aktieninhaber geben soll.
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Es ist niemals hinzunehmen, dass sich die Konzerne aus der Verantwortung stehlen für das, was sie mit der Atomkraftnutzung angerichtet haben.“
Vor allem dürfe eine vergleichende Endlagersuche, weil die Konzerne klamm bei Kasse sind, nicht auf der Strecke bleiben. Gerade weil im Standortauswahlgesetz (StandAG) nicht einmal die Mindestanzahl von zu untersuchenden Standorten festgeschrieben wurde, appelliert die Umweltinitiative an die politischen Parteien, kein abgespecktes Untersuchungsprogramm jenseits von Gorleben zuzulassen.
Ehmke: „Das Geld muss von der Abfallverursachern kommen. Wir machen Druck, weil wir befürchten, dass aus finanziellen Gründen am Ende an Gorleben festgehalten wird. Bei der Endlagerung atomarer Abfälle muss jedoch die Sicherheit für kommende Generationen an erster Stelle stehen.“
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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