Castor-„Lösung“: Gorleben bleibt im Verfahren

„Gestern noch hatten wir die Frage aufgeworfen, ob es angesichts der Einigung in der Castor-Frage einen Deal zwischen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und dem bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) gebe, heute nun liegt die Antwort auf dem Tisch: ja.“

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) reagiert mit Entsetzen auf den Vereinbarungstext, der zwischen Hendricks und Seehofer ausgehandelt wurde, in dem zugesichert wird, dass der Salzstock Gorleben auch nach einer Evaluation des Standortauswahlgesetzes durch die Endlagerkommission im Verfahren bleibt.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:

„Das geschieht nur leicht verklausuliert. Im Vertragstext heißt es: ‚Mit dem zügigen Beginn des Auswahlverfahrens – ohne Festlegung auf einen Endlagerstandort und ohne Ausschluss eines Standorts – kann sichergestellt werden, dass mit der Räumung der Standortzwischenlager vor Ablauf der bestehenden Aufbewahrungsgenehmigungen begonnen werden wird‘. Mit anderen Worten: Gorleben bleibt im Verfahren und Seehofer spekuliert darauf, dass die Endlagersuche an Bayern vorbeigeht. Damit werden auch die Vorschläge der Endlagerkommission entwertet, denn Gorleben müsste sehr wohl schon im ersten Schritt wissenschaftsbasiert aus dem Suchverfahren herausfallen.“

Darüberhinaus sichert Hendricks Seehofer zu, dass die hochradioaktiven und hochangereicherten Forschungsabfälle aus dem Reaktor Garching in das Zwischenlager Ahaus verbracht werden sollen.

„Tausche Castor gegen Castor, das ist keine Lösung, das ist absurd“, so Ehmke.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 501 56 06

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Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
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