Castor-Halle: Schlamperte Dokumentation

Kaum sind die Nachrichten über Rostfässer mit schwach- und mittelaktiven Atomabfällen im Fasslager Gorleben verklungen, da gerät das Transportbehälterlager in die Schlagzeilen. Dort werden hochradioaktive abgebrannte Brennelemente und verglaste Abfälle aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage Cap de La Hague gelagert.

Der Betreiber, die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), informiert laut Umweltministerium die Atomaufsicht in Hannover darüber, dass bei neun von 12 Behältern der Bauart TN 85 des französischen Herstellers Areva die Fertigung von geschmiedeten Teilen mangelhaft dokumentiert sei.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sieht darin keine Bagatelle:

„Schon 2014 gab es ähnliche Meldungen, da war eine deutsche Schmiede betroffen, jetzt arbeitet die Areva schlampert. Gerade, weil die Zwischenlagerung zur Dauerlagerung mutiert und weil die Castor-Behälter mit Sicherheit noch bewegt werden müssen, muss unbedingt geklärt werden, welche sicherheitstechnischen Auswirkungen das hat“, sagte ihr Sprecher Wolfgang Ehmke.

Seit 2011 werden keine Castor-Behälter mehr nach Gorleben transportiert. Dort stehen mittlerweile 113 Behälter. Unklar ist bisher, wie lange die hochradioaktiven Abfälle dort stehen bleiben, die Genehmigung läuft im Jahr 2034 aus. Möglicherweise werden die hochradioaktiven Abfälle nicht mehr umgepackt, sondern in den Castor-Behältern endgelagert.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

6.10. – Hambacher Forst

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